09:01 02 Juni 2020
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    Beziehungen Russlands mit den Nato-Staaten (247)
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    Die aktuelle großangelegte Militärübung „Anakonda“ in Polen macht die Nato „nicht glücklich“, wie Spiegel Online berichtet. Das Manöver sei „viel zu plump auf Russland gemünzt“.

    Zudem sei das Durchspielen eines solchen Bündnisfalls so kurz vor dem Nato-Gipfel im Juli in Warschau „zu dick aufgetragen“. „Klar sei das Verhältnis zu Russland schwierig, hier aber werde ‘ohne Not der Ernstfall durchexerziert’“, so der Spiegel-Bericht weiter.

    "Anakonda" sei formal eine nationale Übung, doch Warschau habe fast alle Nato-Mitgliedsstaaten zu einer Teilnahme gedrängt, sogar die USA. Das Manöver nehme damit eher Gestalt einer vollwertigen Nato-Übung an. Für die Allianz komme das allerdings ungelegen, erklärt Spiegel Online weiter: „Während man in Brüssel derzeit betont, man wolle irgendwie den Dialog mit Moskau reanimieren, wird in Polen Krieg gespielt“.

    Polen habe sogar provokativ Georgien und die Ukraine zum Manöver eingeladen, die gerne der Nato beitreten würden, aber noch gar keine Mitglieder sind.

    Trotz jüngster Anstrengungen  der Nato, die neue polnische Regierung in Sachen Russland-Politik zu beschwichtigen, halte Warschau an seinem Anti-Russland-Kurs fest, resümiert das Magazin: „Nicht wenige fürchten deswegen, dass die Polen als Gastgeber den Gipfel im Juli politisch vergiften könnten“.

    Zuvor hatte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gegenüber Journalisten gesagt, die Nato-Übung in Polen trage nicht zu einer Atmosphäre des Vertrauens und der Sicherheit bei.

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    Russophobie, Nato-Gipfel in Warschau, NATO, Russland, Georgien, Ukraine, USA, Polen