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06:52 17 Juli 2019
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    US-Soldaten  beim Nato-Manöver Dragoon Ride II am 05-06-16 in Vilnius (Litauen)

    "Anakonda"-Manöver fordert erstes ziviles "Nato-Opfer" in Polen

    © AP Photo/ Mindaugas Kulbis
    Politik
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    In Polen ist bei den Nato-Großmanövern ein Zivilist ums Leben gekommen, wie die Zeitung Rzeczpospolita am Mittwoch berichtet.

    Ein in der Nacht von den Übungen „Anakonda 2016“ zurückkehrender US-Militärtransporter sei auf der Autobahn A18 in Niederschlesien mit einem PKW zusammengestoßen. Bei dem Unfall kam nach Polizeiangaben ein Pole ums Leben, der Beifahrer wurde schwer verletzt. Der Fahrer des Transporters habe keine Verletzungen erlitten.

    Die Strecke sei für mehrere Stunden komplett gesperrt worden. An der Unfallstelle seien eine Feuerbrigade und Militärermittler im Einsatz.

    Das internationale Truppenmanöver „Anakonda 2016“ ist die größte Militärübung in Osteuropa seit dem Jahr 1989. An der groß angelegten Übung in Polen nehmen mehr als 30.000 Soldaten aus Nato- und Partnerstaaten teil. Ursprünglich war das Manöver als nationale Übung gedacht. Unter dem Druck Polens nahmen daran jedoch fast alle Nato-Mitglieder teil, darunter auch die USA. Insgesamt kommen 3000 Einheiten von Militärtechnik, mehr als 100 Flugzeuge und Hubschrauber sowie zwölf Schiffe zum Einsatz.

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    Tags:
    Manöver, NATO, Polen