13:14 24 Oktober 2017
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    Royal Navy fängt U-Boot auf Testfahrt ab

    Moskau lacht: Royal Navy fängt U-Boot auf Testfahrt ab

    © Foto: Royal Navy
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    Mit Spott und Häme hat Moskau auf die Prahlerei aus London reagiert, die Royal Navy habe ein russisches U-Boot abgefangen und so ihre Wachsamkeit unter Beweis gestellt. Denn das „abgefangene“ fabrikneue U-Boot „Stary Oskol“ war auf keinerlei Geheimmission, sondern kehrte in aller Ruhe in Überwasserfahrt von einer Testfahrt zurück.

    Die Zeitung „Telegraph“ hatte berichtet, eine britische Fregatte habe das russische U-Boot „Stary Oskol“ in der Nähe des Ärmelkanals „abgefangen“.  Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon lobte, mit dem Aufspüren des U-Bootes habe die Royal Navy ihre Wachsamkeit unter Beweis gestellt. Marineoffizier Daniel Thomas bezeichnete das „Abfangen“ als Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen mit den Nato-Verbündeten.

    Das russische Verteidigungsministerium dazu: Die „Stary Oskol“ sei aufgetaucht gefahren, mit geringer Geschwindigkeit und noch dazu von einem Schlepper begleitet worden. „Es wäre erstaunlich, wenn die britische Kriegsmarine das U-Boot nicht gemerkt hätte.“

    Und weiter: „Das russische Verteidigungsministerium ist verwundert, dass das U-Boot, das mit langsamer Überwasserfahrt und in Begleitung eines Schleppschiffes fuhr, nur mit gemeinsamen Anstrengungen der britischen Kriegsmarine und deren Nato-Verbündeten entdeckt werden konnte.“

    Die Behörde verwies darauf, dass die „Stary Oskol“ zuvor bereits in der Barentssee, im Europäischen Nordmeer und in der Nordsee von vorbeifahrenden Handelsschiffen vieler Länder entdeckt und entsprechend der seemännischen Praxis begrüßt worden sei.

    Das Diesel-U-Boot „Stary Oskol“, das dritte Kriegsschiff des Projekts 636.3 „Warschawjanka“, lief im August 2014 vom Stapel und wurde seitdem monatelang in der Barentssee und in der Nordsee getestet. Nach dem Abschluss der Tests in der vorigen Woche trat das U-Boot die Fahrt zu seinem neuen Stützpunkt im Schwarzen Meer an. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums fährt die „Stary Oskol“ selbständig über Wasser, wird jedoch vom Schlepper „Altaj“ begleitet.

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