02:41 27 September 2020
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    Während einer Demonstration in Papua-Neuguinea hat die Polizei das Feuer auf Studenten eröffnet. Im Ergebnis gibt es Tote und mehrere Verletzte, berichtet BBC.

    Die Polizisten attackierten die Studenten, die am Mittwoch gegen die Regierung in der Hauptstadt Port Moresby demonstrierten. Die jungen Leute forderten den Rücktritt des Ministerpräsidenten Peter O'Neill, der unter Korruptionsverdacht steht. Unterschiedlichen Medien zufolge handelt es sich um einen oder vier Tote. Diese Angaben seien aber offiziell nicht bestätigt worden, so BBC.

    Der Protestzug von der Universität zum Parlamentsgebäude stieß auf die Polizei. Die Polizisten gingen zunächst mit Augenreizstoffen gegen die Demonstranten vor und begannen später auf die Studenten zu schießen.

    Zahlreiche Aufnahmen von den Vorfällen tauchten im Internet auf. Darauf sind verletzte Studenten zu sehen. Viele von ihnen werden auf Händen getragen.

    Zudem wird schon aktiv ein Video vom Ereignisort per Sozialnetzwerke verbreitet. 

    ​Die Angaben über die Zahl der Toten und Verletzten sind sehr unterschiedlich. Laut ABC News haben sieben Studenten Verletzungen erlitten. Reuters-Quellen in den Krankenhäusern von Port Moresby teilen mit, dass mindestens zehn Studenten schwer verletzt worden seien.

    Die Schüsse auf die Studenten stellen die jüngste Eskalationsstufe eines zweijährigen Konflikts dar. 2014 hatte die Justiz in Papua-Neuguinea Haftbefehl gegen Regierungschef O'Neill erlassen. Er steht unter Verdacht, Millionen an Staatsgeldern für betrügerische Rechnungen einer Anwaltskanzlei gezahlt zu haben.

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    Tags:
    Student, Protestdemonstration, Korruption, Protestaktion, Papua-Neuguinea