15:42 29 November 2020
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    Donezk hat laut dem Chef der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko, einen Anschlag auf Nadeschda Sawtschenko bei ihrem jüngsten Besuch im ukrainischen Südosten verhindert.

    „Nachdem wir davon erfahren hatten, dass ukrainische Geheimdienste eine Operation zur Liquidierung Sawtschenkos an der Trennlinie vorbereiten und uns späterhin für ihren Tod verantwortlich machen wollen, haben wir unsere eigene Operation durchgeführt und Sawtschenko darüber über Medien in Kenntnis gesetzt. Laut Sawtschenko hat diese Information sie erreicht. Diese Information hat auch die ukrainischen Geheimdienste erreicht, die nach  dieser Offenlegung auf die Operation verzichtet oder sie verschoben haben“, sagte Sachartschenko in einer Live-Übertragung mit Einwohnen des Gebietes Saporischschja.

    Der Donezker Republikchef fügte hinzu, dass Sawtschenko bei ihrem Aufenthalt in Donbass „nicht weiter, als bis zu der Stadt Isjum gefahren ist“.

    Sawtschenko, derzeit Abgeordnete der ukrainischen Obersten Rada (Parlament) von der Batkiwschtschyna-Partei, war in der Nacht zum Montag in Donbass eingetroffen.

    Zuvor hatte sie Kiew vorgeschlagen, direkte  Verhandlungen mit Vertretern von Donezk und Lugansk aufzunehmen und ihre Bereitschaft geäußert, persönlich an diesem Dialog teilzunehmen.

    Die 35-jährige Nadeschda Sawtschenko war in Russland zu 22 Jahren Haft verurteilt worden. Ein russisches Gericht befand sie für schuldig, im Juni 2014 im Gebiet Lugansk das Artilleriefeuer auf eine Gruppe von Zivilisten gelenkt zu haben. Dabei wurden zwei russische Reporter – Igor Korneljuk und Anton Woloschin — getötet. Am 25. Mai dieses Jahres wurde Sawtschenko von Russlands Präsident Waldimir Putin begnadigt, nachdem die Verwandten der im Donbass getöteten russischen Journalisten sich an Präsident Putin mit dieser Bitte gewandt hatten.

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    Tags:
    Oberste Rada, Batkiwschtschyna-Partei, Nadeschda Sawtschenko, Donbass, Donezk, Ukraine