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11:35 13 November 2019
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    Der US-Flugzeugträger Harry S. Truman passiert den Sueskanal.

    Signal an Moskau: USA verlegen Flugzeugträger vom Persischen Golf ins Mittelmeer

    © REUTERS/ US Navy
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    Die Verlegung des US-Flugzeugträgers „Harry S. Truman“ aus dem Persischen Golf durch den Suezkanal ins Mittelmeer soll die Flexibilität der amerikanischen Streitkräfte demonstrieren, schreibt die Zeitung „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine militärische Quelle in Washington.

    In der vorigen Woche haben die USA den Flugzeugträger „Harry S. Truman" vom Persischen Golf durch den Suezkanal ins Mittelmeer verlegt. Wie der höchste Offizier an Bord des Flugzeugträgers, Konteradmiral Bret Batchelder, in einem Interview für The Wall Street Journal sagte, ist das außerplanmäßige Steuermanöver des Großkampfschiffes ein Muskelspiel, das den Nato-Verbündeten die Treue der USA zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Seemächte im Mittelmeer veranschaulichen sollte.

    „Das ist eine Demonstration der Möglichkeiten, ganz bestimmt. Zweifellos gibt es Leute, die  solche Dinge beobachten, und dies ist eine anschauliche Repräsentation dessen, wozu wir fähig sind", sagte er.

    Wie ein Militärbeamter in Washington betonte, ist die Umpositionierung des Flugzeugträgers  ein Signal an Moskau und eine Demonstration der Flexibilität und der Reichweite der US-Kriegsmarine. Das Schiff operiere in der Verantwortungszone des US-Europäischen Kommandos, während seine Flugzeuge Luftschläge in der Verantwortungszone des US-Zentralkommandos fliegen sollen. Dies solle die Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit der US-Kriegsmarine zur Schau stellen. 

    „Das sorgt für die notwendige Präsenz im Mittelmeer, um… die Russen aufzuhalten", sagte er. „Die Unberechenbarkeit dessen, was wir mit der „Truman" gemacht haben, lässt sie es sich zweimal überlegen."

    Die beiden Militärs sind sich daran einig, dass die Präsenz des Schiffes im Mittelmeer zu einem  lebenswichtigen Vorteil werden könnte, falls die USA und ihre Verbündeten Operationen gegen den Islamischen Staat in Libyen beginnen sollten. Solche Operationen ziehen die USA zurzeit in Betracht, schreibt die Zeitung.

    Der US-amerikanische Flugzeugträger „Harry S. Truman" hält sich im Mittelmeer auf, um Luftschläge gegen Positionen des IS in Syrien und im Irak auszuführen. Am Mittwoch hat sich der Flugzeugträger „Dwight D. Eisenhower" ihm angeschlossen. In ein paar Monaten soll die „Harry S. Truman" ihren Bereitschaftsdienst abschließen und in die USA zurückkehren.

    Flugzeugträger sind die Hauptschlagkraft  der US-amerikanischen Kriegsmarine.  Im Dienst des US-Militärs stehen neun Schiffe dieses Typs, sechs von ihnen versehen zurzeit Bereitschaftsdienst.

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