03:55 25 September 2020
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    Die Nato-Länder müssen aus Sicht des Ex-Nato-Oberbefehlshabers in Europa, Philip Breedlove, feste Kommunikationswege mit Russland etablieren, um weitere Zuspitzung in Europa zu vermeiden.

    „Ich glaube, wir sollten qualitative Kommunikationskanäle mit den Russen etablieren, und zwar nicht beiläufig, sondern ganz zielgerichtet“, zitiert das Portal Defence News den US-General.

    Wenn die Nato darauf warten würde, dass alles einfach von selbst passiere, werde das nordatlantische Bündnis versagen. Damit riskiere die Allianz negative Entwicklungen.

    Die Präsidentschaftswahlen im November in den USA könnten laut Breedlove Washington die Möglichkeit liefern, einen neuen Anfang zu machen und Beziehungen zu Moskau aufzubauen. Sollte die neue US-Regierung jedoch unwillig sein, dies zu tun, gebe es auch Alternativen, wie beispielsweise die militärischen Verbindungskanäle aufgrund des im Jahr 1972 abgeschlossenen Abkommens zwischen den USA und der Sowjetunion „Incidents at Sea“ (Zwischenfälle auf See).

    Egal wie das umgesetzt werde, gebe es keine Zeit zu verlieren. Die Nato und Russland brauchen laut Breedlove einen sinnvollen Dialog.

    Breedlove wurde nach 39 Jahren Dienst bei den US-Streitkräften im Mai 2016 vom US-General Curtis Scaparrotti im Amt abgelöst.

    Zuvor hatten Medien berichtet, dass gerade Breedlove die Verstärkung der osteuropäischen Flanke der Nato sowie die Aufstockung der Nato-Truppen und der Kriegstechnik in den baltischen und osteuropäischen Staaten angeregt hatte. Als Chef der Nato-Streitkräfte in Europa habe er Washington wiederholt aufgerufen, sich auf die „wachsende Militärmacht Moskaus zu konzentrieren“.

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    Tags:
    Dialog, NATO, Philip Breedlove, Russland, USA