Widgets Magazine
08:41 15 Oktober 2019
SNA Radio
    Russland EU Fahnen

    EU-Russland-Beziehungen: Bricht Wirtschaftsforum in St. Petersburg das Eis?

    © Sputnik / Wladimir Sergeew
    Politik
    Zum Kurzlink
    XX. Internationales Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (71)
    2496
    Abonnieren

    Die Sanktionen gegen Russland können nicht ewig bleiben. Zu dieser Schlussfolgerung kommen immer mehr Diplomaten weltweit. Das Internationale Wirtschaftsforum in St.Petersburg ist eine Chance, einen Schlussstrich unter die alte Rechnung zu ziehen, schreibt „Die Presse“ am Montag.

    Die EU-Politiker haben sich selbst in eine Sackgasse aus Prinzipien geleitet. Die Strafmaßnahmen sind verhängt worden, dabei müssen die europäischen Bauern nach dem Importembargo deren Früchte zusammen mit Russland ernten.

    Zwar werden die Sanktionen offensichtlich nach den EU-Beratungen im Juli nicht aufgehoben, es könne jedoch ein Fortschritt in dieser Richtung verzeichnet werden, so die Tageszeitung.

    Das Eis soll gebrochen sein. Davon zeugen mehrere Aussagen von europäischen Politikern. Frankreich, Italien und Ungarn neigen zu einer Milderung der Sanktionen. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Wolfgang Büchele, plädierte für einen „Einstieg in den Ausstieg“ aus den  Sanktionen. Der Besuch des Forums durch den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker sei ein starkes Signal für die Erwärmung der Beziehungen, so „Die Presse“.

    Die EU sei aber zersplittert in der Hinsicht der Sanktionen – die baltischen Länder und Polen bevorzugen eine wirtschaftliche Isolierung Russlands jeder Annäherung der Positionen zwischen Moskau und den westlichen Akteuren.

    Russland erwarte viel vom bevorstehenden Forum und seinen möglichen Konsequenzen. Der russische Stahlmagnat Alischer Usmanow deute die Wiederkehr von Europäern nach Petersburg als „ein hoffnungsvolles Faktum“.

    In den kommenden Tagen werden auf dem Wirtschaftsforum in der nördlichen Hauptstadt Russlands der EU-Kommissionschef  Jean-Claude Juncker,  der Chef des Unternehmens Linde und Ost-Ausschuss-Vorsitzende der deutschen Wirtschaft Wolfgang Büchele, Siemens-Chef Joe Kaeser und der Chef von Uniper Klaus Schäfer zusammenkommen. Die russische Seite wird unter anderem vom russischen Außenminister Sergej Lawrow und von Gazprom-Chef Alexej Miller vertreten.

    Das Petersburger Internationale Wirtschaftsforum ist seit 1997 ein alljährliches Geschäftstreffen in Russland. In diesem Jahr wird es vom 16. bis 18. Juni durchgeführt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    XX. Internationales Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (71)

    Zum Thema:

    Petersburger Wirtschaftsforum: Juncker will EU-Vision für Moskau-Verhältnis erklären
    US-Druck hilft nix: Großinvestoren kommen doch zum Petersburger Wirtschaftsforum
    Blick nach Westen – St. Petersburger Wirtschaftsforum heißt Investoren willkommen
    Kreml-Sprecher zu Putins Zielen bei Petersburger Wirtschaftsforum
    Tags:
    Petersburger internationales Wirtschaftsforum, Jean-Claude Juncker, Sergej Lawrow, Alexej Miller, Europäische Union, St. Petersburg, Russland