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20:59 20 Oktober 2019
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    Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg, Juni 2016

    Sarkozy wirbt für Einheitsfront mit Russland in Syrien

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
    Politik
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    XX. Internationales Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (71)
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    Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat sich für eine Vereinigung der beiden Anti-IS-Koalitionen in Syrien stark gemacht. Gegen die berüchtigte Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) kämpfen die syrische Regierungsarmee, unterstützt durch die russische Luftwaffe, und eine US-geführte Koalition mittlerweile parallel.

    Ohne Russland könne die US-Koalition die Syrien-Frage nicht lösen, sagte Sarkozy am Donnerstag auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Es müsse eine Koalition geben, und nicht wie jetzt zwei. „Wir brauchen Russland, um die dramatische syrische Tragödie zu beenden“, sagte Sarkozy, mittlerweile einer der populärsten Oppositionspolitiker in Frankreich. „Die Führungsrolle von Herrn Putin kann uns helfen. (…) Wir werden die Syrien-Frage ohne Russland nicht lösen.“

    Die russische Luftwaffe fliegt seit Ende September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen Stellungen des Daesh, der al-Nusra-Front und anderer Terrorgruppen in Syrien, die in den vergangenen Jahren weite Teile des vorderasiatischen Landes erobert hatten. Mit Hilfe der russischen Luftwaffe konnte die syrische Regierungsarmee die Dschihadisten aus vielen Orten, darunter auch aus der antiken Oasenstadt Palmyra, vertreiben. Im März zog Russland den Großteil seiner Streitkräfte aus Syrien ab und fliegt seitdem nur vereinzelt Angriffe gegen den IS.

    Die USA und ihre Verbündeten bombardieren seit 2014 Syrien – ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus und deshalb völkerrechtswidrig. Nach US-Darstellung richten sich die Angriffe gegen die Terrororganisation Daesh, die jedoch nach Beginn des von den USA geführten Einsatzes sogar noch expandieren konnte.

    Das russische Militär hatte der US Army mehrmals gemeinsame Operationen gegen die Terroristen vorgeschlagen. Die USA wollen ihr Vorgehen nicht mit Russland koordinieren und bieten Moskau stattdessen einen Beitritt zu der Koalition unter amerikanischem Kommando an. Immerhin willigte Washington in einen Datenaustausch mit Moskau ein.

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    Tags:
    Petersburger internationales Wirtschaftsforum, Nicolas Sarkozy, Syrien, St. Petersburg, Russland