12:54 26 September 2017
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    Syriens Präsident Assad stimmt bei der Parlamentswahl, April 2016

    Kreml warnt vor Sturz Assads

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    Politik
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    Ein gewaltsamer Regimewechsel in Syrien würde die Region ins Chaos stürzen und den Antiterrorkampf erschweren. Mit diesen Worten reagierte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow auf Berichte, laut denen mehr als 50 amerikanische Diplomaten von Präsident Barack Obama einen direkten US-Waffengang gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad gefordert haben sollen.

    Moskau könne Aufrufe zu gewaltsamen Umstürzen nicht akzeptieren, sagte Peskow. „Die Liquidierung dieses oder jenes Regimes würde kaum den Kampf gegen den Terrorismus vorantreiben. Das würde die Region in das volle Chaos stürzen.“

    US-Medien hatten berichtet, dass mehr als 50 Diplomaten der mittleren bis gehobenen Ministeriumsebene in einem Brief den Einsatz von Raketen, Drohnen und notfalls auch der US-Luftwaffe gegen Assads Truppen gefordert hätten. Der Washingtoner Außenamtssprecher John Kirby bestätigte laut Medien, dass eine Gruppe von Diplomaten in einer Note ihre abweichende Meinung an die Ministeriumsleitung übermittelt habe.

    In Syrien dauert ein bewaffneter Konflikt an, der nach UN-Angaben mehr als 220.000 Menschenleben gefordert hat. Den Regierungstruppen stehen nicht nur vom Westen unterstützte Regimegegner, sondern auch diverse Terrorgruppen wie Al-Nusra-Front oder der „Islamische Staat“ (Daesh) gegenüber.

    Eine von den USA geführte internationale Koalition fliegt seit 2014 Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien, jedoch ohne Zustimmung der dortigen Regierung. Die USA und ihre Verbündeten streben einen Machtwechsel in Syrien an und lehnen jedes Zusammenwirken mit der dortigen Regierungsarmee ab.

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    Tags:
    Dmitri Peskow, Barack Obama, Syrien, USA
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