16:37 26 September 2017
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    Putin beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg

    Putin: Moskau zu Arbeit mit Regierung in Kiew bereit – wenn demokratisch gewählt

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    Politik
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    XX. Internationales Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (71)
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    Wenn die heutige Regierung in der Ukraine demokratisch an die Macht gekommen wäre, dann hätte Moskau mit Kiew auch ganz ruhig zusammengearbeitet, sagte der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag in St. Petersburg.

    „Warum unterstützte man den Staatsstreich in der Ukraine? Ich habe oft darüber gesprochen. Die innenpolitische Situation im Land ist schwer. Und wahrscheinlich hätte die Opposition, die jetzt an der Macht ist, auch demokratisch an die Macht kommen können. In dem Falle hätten wir mit ihnen genauso zusammengearbeitet, wie wir das auch mit der Regierung unter Janukowitsch getan hatten. Aber man ließ es stattdessen zu einem Staatsstreich mit Opfern, blutigen Ereignissen und zu einem Bürgerkrieg kommen und versetzte die russischsprachige Bevölkerung im Südosten der Ukraine und auf der Krim in Angst“, sagte Putin.

    Nachdem Russland gezwungen war, so Putin weiter, Maßnahmen zum Schutz gewisser Bevölkerungsgruppen zu ergreifen, habe Kiew angefangen, die ohnehin angespannte Situation noch weiter zu verschärfen.

    „Aus meiner Sicht wird das unter anderem gemacht, um die Existenznotwendigkeit der Nato zu begründen. Man braucht einen äußeren Gegner, einen Feind, wozu sonst braucht man diese Organisation: es gibt den Warschauer Pakt und die Sowjetunion nicht mehr. Gegen wen?“, schloss Putin.

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    Tags:
    Staatsstreich, Regierung, Zusammenarbeit, NATO, Wladimir Putin, Russland, Ukraine
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