08:25 22 September 2017
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    Kremlsprecher Dmitri Peskow

    Moskau vergleicht Aufhebung von Russlands Maßnahmen gegen Westen mit „Wohltätigkeit“

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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (173)
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    Wohltätigkeit zu betreiben und die Antwortmaßnahmen auf die Sanktionen des Westens vor dem Hintergrund der falschen Auslegung der Minsker Abkommen durch westliche Partner aufzuheben, wäre unklug. Mit diesen Worten reagierte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow auf den Vorschlag von Nicolas Sarkozy für Moskau, dessen Gegenmaßnahmen als erstes aufzuheben.

    Laut dem französischen Ex-Staatschef muss der Stärkste als erster seine Hand reichen. „Der Stärkste ist Russland, und das ist Präsident Putin“, so der französische Ex-Präsident.

    Der russische Präsident habe auf diesen Vorschlag in keinster Weise reagiert, sagte Peskow am Freitag in einer Pressekonferenz. Sarkozys Worte würden vor dem Hintergrund der falschen Auslegung von Minsk-2  ertönen. „Und diese falsche Auslegung drückt sich darin aus, dass sie die ganze Zeit wie ein Mantra wiederholen, dass Russland die Minsker Abkommen erfüllen soll“, so der Kreml-Sprecher.

    Das Falsche an diesen Urteilen könne leicht überprüft werden, indem man sich mit dem Text der Abkommen vertraut mache, sagte Peskow und ergänzte, dass das „kein langes Dokument ist“.

    „Sich vor dem Hintergrund dieser Erklärungen mit Wohltätigkeit zu befassen und die Gegenmaßnahmen aufzuheben, weiß ich nicht, inwiefern das vernünftig wäre", betonte Dmitri Peskow.

    Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und der EU hatten sich nach dem nationalistisch geprägten Umsturz in der Ukraine von 2014 verschlechtert.

    Die westlichen Staaten hatten den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung anerkannt, jedoch nicht das darauffolgende Referendum auf der von Russischstämmigen dominierten Schwarzmeerhalbinsel Krim, die eindeutig für eine Wiedervereinigung mit Russland stimmte.

    Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und – auf ihr Drängen hin – die Europäische Union in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln aus denjenigen Ländern, die zuvor Sanktionen gegen Russland verhängt hatten.

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    Tags:
    Minsker Abkommen, Nicolas Sarkozy, Dmitri Peskow, Moskau, Russland
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