10:56 30 März 2017
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    Szeged Flüchtlingscamp in Ungarn

    Österreich schickt illegale Migranten zurück nach Ungarn und schützt dessen Grenzen

    © Flickr/ Martin Leveneur
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    Migrationsproblem in Europa (1261)
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    Österreich hat sich bereit erklärt, Ungarn Ausrüstung und Personal für den Schutz seiner Grenzen zur Verfügung zu stellen, um die illegale Einwanderung zu verhindern. Dies meldet Reuters unter Berufung auf einen Sprecher des österreichischen Verteidigungsministeriums.

    Eine diesbezügliche Vereinbarung erzielten der österreichische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil und der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka mit ihren ungarischen Amtskollegen Istvan Simicsko und Sandor Pinter am Freitag in der österreichischen Gemeinde St. Martin an der Raab, Bezirk Jennersdorf.

    Die Politiker erörterten außerdem die Bedingungen für die Rückführung der Flüchtlinge nach Ungarn, die ursprünglich um Zuflucht in diesem Land gebeten hatten, später jedoch nach Österreich weitergereist waren.

    „Unsere Standpunkte in Bezug auf die Flüchtlingssituation haben sich heute einander angenähert. Wir vier Minister haben bestätigt, dass die Schengen-Werte, die Schengen-Grenzen geschützt werden müssen“, so Simicsko. Der Aktionsplan sieht eine engere Zusammenarbeit an der südlichen und der östlichen Grenze Ungarns vor.

    Wie der „Standart“ berichtet, wurden bei dem Treffen vier Arbeitsgruppen gebildet, die in einem Monat konkrete Vorschläge zum Schutz der Grenzen und zur Rückführung der Flüchtlinge unterbreiten sollen.

    Europa durchlebt die schwerste Migrationskrise seit dem Zweiten Weltkrieg, die vor allem durch die bewaffneten Konflikte und Wirtschaftsprobleme in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas ausgelöst wurde. Nach Angaben der EU-Grenzbehörde Frontex waren 2015 insgesamt 1,8 Millionen Migranten in die Europäische Union gekommen.

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    Migrationsproblem in Europa (1261)

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    Tags:
    Flüchtingskrise, Wolfgang Sobotka, Hans Peter Doskozil, Österreich, Ungarn
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    Alle Kommentare

    • avatar
      Thomas
      Wenn die illegal sind, dann sind damit internationale Konventionen des Menschenrechts bei der UNO und bei der EU seitens Österreich aufgekündigt, so wie das hier der Sputnik in der Überschrift beurteilt.
      Unvorstellbar.
      Ich muss das mal abprüfen was Tatsache ist.
    • Ambuya
      Schließe mich dem Kommentar von
      --- Lothar-michael Völlmann ---
      auf Facebook vollinhaltlich an. Steht alles drin, was ich auch sagen wollte.
    • avatar
      nfritze.61as
      Richtig so, sage ich! Sollen diese Möchtegern-Einwanderer, diese Wirtschaftsschmarotzer, diese Feiglinge, die davor weglaufen, mit einer Waffe ihre Heimat zu verteidigen gegen diese VSA-bezahlten IS-Killerschwadronen, sollen diese dahin geschickt werden, wo der Pfeffer wächst!!!!!!!
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      schlesier
      Eine richtige und wichtige Botschaft . Besser spät als nie !
    • avatar
      cv20c
      Das Österreich und Ungarn das Schengen-Abkommen respektieren und die Schengen-Grenzen gemeinsam schützen wollen, zeugt von großem Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht.

      Dagegen gibt es europäische Verantwortungsträger, die Schengen absichtlich missachteten und sogar allen erstes behaupten, dass die eigenen Landesgrenzen nicht zu sichern wären. Das heißt im Klartext, nicht in der Lage zu sein, die territoriale Integrität und Souveränität des eigenen Landes sichern und garantieren zu können.
      Das ist eine faktische Bankrotterklärung.
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