10:55 14 November 2019
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    Minderheiten in der Ukraine: Verfolgte Rumänen fordern Autonomie

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    Politik
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    Die Versammlung ukrainischer Rumänen hat Präsident Poroschenko aufgefordert, das rumänische Minderheitengebiet im Südwesten der Ukraine zu einer Autonomie zu erklären. Das berichtet der Fernsehsender „RT“.

    Die Rechte der Rumänen und anderer Minderheiten werden in der Ukraine weitgehend missachtet, sagte die Versammlungssprecherin Dorina Kirtoake der ukrainischen Zeitung „Ukrainskie nowiny“. Eine Autonomie würde es der Volksgruppe ermöglichen, ihre Rechte erfolgreich durchzusetzen.

    Poroschenkos Beschluss, den Krimtataren einen Autonomiestatus zu gewähren, habe einen Präzedenzfall geschaffen, heißt es in der Versammlungsmitteilung. Nun hätten alle territorial geballt lebenden Volksgruppen des Landes einen ähnlichen Statusanspruch.

    Die Rumänen des Oblast Tschernowizkaja – das besagte Gebiet im Südwesten der Ukraine – haben laut der Vertreterin ein besonderes Anrecht auf Autonomie. Denn: „Bis 1944 war unser Land rumänisches Staatsgebiet. Unsere Vorfahren lebten Jahrhunderte lang in Nord-Bukowina, sie schufen die Kultur und den nationalen Wohlstand dieser Region“, heißt es in der Mitteilung. Inzwischen werden die Aktivisten der rumänischen Nationalbewegung verfolgt, sie werden daran gehindert, Treffen und Foren zu veranstalten, wie Dorina Kirtoake erklärt.

    Die Versammlung der Bukowina-Rumänen werde sich an die EU, die Parlamentarische Versammlung des Europarates und andere internationale Institutionen wenden, um Aufmerksamkeit auf das Problem des Minderheitenschutzes in der Ukraine zu lenken, heißt es in der Mitteilung. Nord-Bukowina ist gemeinsam mit Bessarabien (das heutige Moldawien) nach einem Ultimatum an die rumänische Regierung aus dem Jahr 1940 an die UdSSR angegliedert worden.

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    Tags:
    Krim-Tataren, EU, Dorina Kirtoake, Rumänien, Bukowina, Ukraine