03:51 19 November 2019
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    National Interest: US Army in künftigen Kriegen ein schwacher Gegner?

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    Die Behauptung, dass die US Army in ihrer Kampfstärke einen beliebigen Gegner übertreffe, stimmt nicht ganz, wie der Kommentator des US-Magazins „The National Interest“, Dan Goure, äußerte. Seines Erachtens werden die künftigen Opponenten der Vereinigten Staaten „außerordentlich todbringend und viel zahlreicher“ sein.

    „Sollte die US Army in der nächsten Zeit nicht mehrere Schritte unternehmen, so ist durchaus wahrscheinlich, dass sie nicht nur übertroffen, sondern auch besiegt werden kann“, schreibt er in seinem Artikel.

    In ihren jüngsten Militärkampagnen, so der Kommentator, habe das amerikanische Militär mehrere Vorteile nutzen können – die zuverlässige materiell-technische Basis, die totale Luftüberlegenheit, die ungehinderte Kommunikation zwischen den Militäreinheiten.

    Aus der Sicht des Autors des Artikels würden mehrere dieser Vorteile auch künftig den Amerikanern in die Hände spielen, doch um den Luftraum Europas, Asiens und des Nahen Ostens würden die USA möglicherweise kämpfen müssen.

    „Zum Beispiel hat die russische Armee beeindruckende neue Möglichkeiten beim Syrien-Einsatz demonstriert, so die koordinierte Anwendung von Drohnen zusammen mit massiven Artillerie- und Raketenbatterien, den Einsatz von fortschrittlicher Munition und thermobarischen Sprengköpfen, von äußerst todbringenden und lenkbaren Panzerabwehrraketen, von funkelektronischen Kampfmitteln, um die Kommunikation zwischen den Militärs zu verbergen“, schreibt „The National Interest“.

    Außerdem habe Moskau beeindruckende Möglichkeiten einer schnellen Mobilmachung und Entfaltung bedeutender kombinierter Streitkräfte gezeigt, heißt es.

    Mehr zum Thema: Blick aus China: „US-Streben nach Hegemonie widerspricht realen Möglichkeiten“

    „Um künftig die Möglichkeit zu besitzen, gegen zahlenmäßig überlegene Armeen zu kämpfen und zu siegen, muss die US Army in der nächsten Perspektive in die Erhöhung der Tödlichkeit, aber ebenso in die Überlebensfähigkeit ihrer Schutzsysteme und Kommunikationsplattformen investieren", schließt Dan Guore.

    Infografik: Geografie der US-Militärpräsenz

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