07:02 16 Dezember 2019
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    Nordkoreas Musudan-Rakete

    Neue Raketentests in Nordkorea - Besorgnis in Nachbarstaaten trotz Misserfolgs

    © REUTERS / KCNA/via REUTERS/File Photo
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    Nordkorea hat am Mittwochmorgen zwei ballistische Raketen gestartet. Wie Japans Verteidigungsministerium mitteilte, handelt es sich höchstwahrscheinlich um sogenannte Musudan-Raketen, die eine Reichweite von maximal 4 000 Kilometer haben sollen. Laut Reuters erfolgen die Raketenstarts mit einem rund zweistündigen Abstand.

    Beide Raketen stürzten ins Japanische Meer ab, berichtete Oberstleutnant Martin O`Donnell, Sprecher des Strategischen Kommandos der US-Streitkräfte, mit. 

    Während eine der Raketen in der Luft explodierte, legte die zweite Rakete 400 Kilometer bis zu ihrem Absturz zurück — ein Rekord für die bisherigen Starts der nordkoreanischen Mittelstreckenraketen. 

    Der erste Teststart der Rakete dieses Typs war am 15. April 2016 vorgenommen worden. Insgesamt fanden bereits sechs Raketentests statt, womit gegen die entsprechenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrates verstoßen wurde. 

    In Südkorea hat die Präsidentenadministration eine Beratung des nationalen Sicherheitsrates einberufen, meldet Yonhap. Dabei sollen Schritte des Reagierens auf die jüngsten Raketentests erörtert werden.  

    Japans Verteidigungsminister Nakatani äußerte sein „äußerstes Bedauern“ über die jüngsten Raketenversuche. „Dies ist eine Herausforderung für die Sicherheit der internationalen Völkergemeinschaft, darunter auch die Sicherheit unseres Landes“, wird der Minister von Kyodo zitiert. 

    Nach Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums hatte die zweite nordkoreanische Rakete die 1000-Meter-Höhe erreicht. Dies bedeutet, dass die Raketen dieses Typs das Territorium Japans erreichen können. 

    Wie aus dem Pentagon verlautete, wurden die Raketenstarts in Nordkorea von Systemen des Strategischen Kommandos der US-Streitkräfte registriert und beobachtet. „Diese Starts stellen keine Bedrohung für das nordamerikanische Territorium dar“, hieß es. 

    Der Sprecher des US-Außenamtes, John Kirby, teilte indessen mit, dass die USA „ihre Besorgnis im Rahmen des UN-Sicherheitsrates zum Ausdruck bringen werden, um die internationale Entschlossenheit zu festigen, Nordkorea für die provokatorischen Handlungen zur Verantwortung zu ziehen“.

     

     

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    Tags:
    Mißerfolg, Raketentest, Mittelstreckenrakete Musudan, John Kirby, Japanisches Meer, Nordkorea, USA