00:44 06 August 2020
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    Was wird mit dem Brexit? (340)
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    Die EU wird aus Sicht des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in der nächsten Zeit unweigerlich mit dem Austritt weiterer Länder konfrontiert sein, sollte sie auch weiterhin die Widersprüche verschärfen, wie Reuters meldet.

    „Wenn die Europäische Union die Widersprüche verschärfen und auch weiterhin diesen Weg gehen wird, wird sie bald unweigerlich mit dem Austritt anderer Länder zu kämpfen haben“, zitiert die Agentur Erdogan.

    Dem türkischen Präsidenten zufolge bremsen die europäischen Länder wegen ihrer Islamophobie die Versuche Ankaras, der EU beizutreten. „Die Schritte, die derzeit gegen die Türkei unternommen werden, sind von Islamophobie diktiert. Genau deswegen zögern sie damit, uns aufzunehmen“, so Erdogan weiter.

    Am Donnerstag hatte in Großbritannien das Brexit-Referendum über den weiteren Verbleib des Landes in der EU stattgefunden. Laut den amtlichen Angaben haben die Befürworter des EU-Ausstiegs dabei mit 51,9 Prozent der Stimmen den Sieg errungen.

    Ihren EU-Beitrittsantrag hatte die Türkei noch 1987 gestellt. Die Verhandlungen über den Beitritt wurden aber erst 2015 aufgenommen. Seitdem wurden 14 der insgesamt 35 technischen Punkte abgestimmt, die Ankara erfüllen muss, um EU-Mitglied zu werden. 

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    Tags:
    Beitritt, Islamophobie, Brexit-Referendum, Recep Tayyip Erdogan, Großbritannien, Europäische Union, Türkei