04:33 14 Dezember 2019
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    Foto von Oberstleutnant Oleg Peschkow

    Erdogans Entschuldigung bei Putin zeigt Richtigkeit der russischen Reaktion

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    Normalisierung der russisch-türkischen Beziehungen (108)
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    Entschuldigung und Bereitschaft zu jedweder Initiative zur Unterstützung der Familie des getöteten russischen Piloten – das sind die beiden Kernbotschaften des Schreibens des türkischen Präsidenten Erdogan an den russischen Staatschef Wladimir Putin, wie Konstantin Kossatschew, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrats, sagte.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan
    © REUTERS / Kayhan Ozer/Presidential Palace
    Laut den Informationen, die vom Pressedienst des russischen Präsidenten bereitgestellt worden seien, enthalte Erdogans Brief in der Tat zwei Kernaussagen, auf denen Russland bestanden habe, sagte der Ausschussvorsitzende. „Das sind erstens Entschuldigungen, zweitens die Bereitschaft zu jedweder Initiative, um der Familie des ums Leben gekommenen Su-24-Piloten Oleg Peschkow „den Schmerz und die Schwere des zugefügten Leids“ zu erleichtern“, so Kossatschew.

    Obwohl es keine öffentliche Erklärung des türkischen Präsidenten zu dem Brief gebe und dieser direkt an den Präsidenten der Russischen Föderation adressiert sei, sei dies, so der Experte, ein wichtiger Schritt in Richtung Russlands. „Der das Wesentliche bestätigt: Die von unserer Seite beschlossene Handlungslinie war zu hundert Prozent korrekt und richtig. Keine militärischen Antworten – wozu einige Politiker aufriefen —, keine Zugeständnisse und kein Zulassen einer Folgenlosigkeit des Vorfalls“, betonte der Senator.

    Mehr zum Thema: Erstes offizielles Schreiben Erdogans an Putin nach SU-24-Abschuss

    Der wirtschaftliche Schlag habe sich als der effektivste erwiesen. „Ganz offenkundig hat Erdogan weder mit einer derartigen Entschlossenheit Russlands noch mit einem solchen Ausmaß der Folgen der russischen Handlungen gerechnet. Türkische Strände ohne Russen und russische Baustellen ohne Türken haben einen größeren Eindruck hinterlassen, als jede Art von militärischen und politischen Drohungen“, erklärte der Experte für internationale Beziehungen.

    Man könne nun annehmen, dass der erste Schritt zur Überwindung der Konfrontation getan sei. „Selbstverständlich ist das erst der Anfang“, sagt Kossatschew.

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    Der Presse-Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte, Erdogan habe einen Brief an Putin gerichtet, in dem er sein Mitgefühl und sein tiefes Beileid mit der Familie des ums Leben gekommenen Su-24-Piloten zum Ausdruck gebracht habe.

    Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei befinden sich in einer Krise, seitdem ein türkisches Jagdflugzeug am 24. November 2015 einen russischen Su-24-Bomber in Syrien abgeschossen hat. Wladimir Putin bezeichnete dies als einen „Stoß in den Rücken“ vonseiten der Helfershelfer der Terroristen und führte eine Reihe wirtschaftlicher Einschränkungen gegenüber der Türkei ein. Der neue türkische Premier, Binali Yıldırım, sagte, Ankara werde eine Normalisierung der Beziehungen mit Russland mittels eines Dialogs anstreben.

    Als eine der Vorbedingungen für die Normalisierung der Beziehungen mit der Türkei forderte Russland von Anfang an Entschuldigungen vonseiten Ankaras.

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    Su-24, Oleg Peschkow, Recep Tayyip Erdogan, Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Russland