09:15 13 Dezember 2018
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    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der britische Premier David Cameron am 28. Juni 2016

    Juncker an EU-Kommissare: Keine „abgedunkelten“ Gespräche mit Briten

    © REUTERS / Francois Lenoir
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    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat seiner Behörde nach eigenen Angaben jegliche Vorverhandlungen mit der britischen Seite über einen EU-Austritt verboten, wie Die Welt berichtet.

    Juncker habe London vorgeworfen, noch vor der offiziellen Austrittserklärung Verhandlungen mit den EU-Partnern „in abgedunkelten Räumen“ beginnen zu wollen und sich so etwa den künftigen Zugang zum EU-Binnenmarkt zu sichern. Seinen Untergebenen hatte der EU-Politiker „befohlen“, sich auf keinerlei solche Verhandlungen einzulassen.

    Nach dem offiziellen Start der Verhandlungen „werden wir die Tagesordnung bestimmen und nicht diejenigen, die die EU verlassen wollen,“ meinte Juncker.

    „Solange es keine Notifizierung gibt, gibt es auch keine Verhandlungen“, sagte Juncker im EU-Parlament. Großbritannien müsse nun den Artikel 50 der EU-Verträge aktivieren.
    Das Vereinigte Königreich müsse zunächst seine eigene Position klären, forderte Juncker weiter. „Nicht heute, nicht morgen 9.00 Uhr, aber doch recht schnell“.

    Am vergangenen Donnerstag hatten sich 51,9 Prozent der Briten bei der Volksabstimmung für einen Ausstieg aus der EU ausgesprochen. Daraufhin kündigte Premier David Cameron seinen Rücktritt an. Jüngsten Meldungen zufolge soll sein Nachfolger schon Anfang September feststehen.

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    Tags:
    EU-Ausstieg, Brexit, EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, Europäische Union, Großbritannien