03:13 20 Februar 2020
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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Die Einschaltung der USA in das sogenannte Normandie-Quartett zur Regelung der Ukraine-Krise ist nicht der Schlüssel zur Lösung der Probleme, wie der russische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Sergej Kisljak, im Gespräch mit der Agentur RIA Nowosti sagte.

    „Den Amerikanern ist das Streben eigen, in allen Formaten, wo etwas entschieden wird, präsent zu sein. Das ist ein charakteristischer nationaler und politischer Zug des Landes. Im Fall der Ukraine wurde ein Format geschaffen, es funktioniert, und nicht die Änderungen des Formats sind der Schlüssel zur Regelung der Probleme. Eine Änderung des Formats wird trotzdem nichts an den Minsker Vereinbarungen ändern können“, so der ranghohe Diplomat.

    Moskau liege ihm zufolge sehr daran, „dass sie ihre ukrainischen Schützlinge überzeugen, die Minsker Vereinbarungen umzusetzen“.

    „Ungeachtet der von dort oft ertönenden politischen Rhetorik ist ihnen klar, wer in Wirklichkeit die Entscheidungen bremst. Sollte es uns gelingen, ihr Interesse zu nutzen, dass die Minsker Vereinbarungen funktionieren, und sollten sie Kiew dazu bewegen können, so wird das von Nutzen sein. Das Format ist dabei nicht so wichtig, Hauptsache, dass alle an der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen arbeiten“, betonte Kisljak.

    Die Regelung der Ukraine-Krise wird bei Verhandlungen in verschiedenen Formaten erörtert, insbesondere im Normandie-Format durch Russland, Frankreich, Deutschland und die Ukraine. Warschau hat vorgeschlagen, die Verhandlungen im Genfer Format, d.h. unter Teilnahme der USA und Polens als Nachbarstaat der Ukraine, zu führen.

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    Tags:
    Russland, USA, Minsk, Ukraine