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22:40 17 August 2019
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    Wachschiff „Jaroslaw Mudry“

    US-Zerstörer wollte russisches Kriegsschiff von Flugzeugträger „wegjagen“

    © Sputnik / Igor Zarembo
    Politik
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    Das gefährliche Manöver des US-Zerstörers „Gravely“ unweit des russischen Wachschiffs „Jaroslaw Mudryj“ war von der Taktik der amerikanischen Marine diktiert, beliebige Schiffe von einem Flugzeugträger fernzuhalten, wie der Ex-Stabschef der russischen Seestreitkräfte, Admiral Viktor Krawtschenko, gegenüber der Agentur RIA Novosti erklärte.

    „Das ist die Taktik von Wachschiffen der Flugzeugträgerkampfgruppen der US-Marine. Im gegebenen Fall befand sich der Flugzeugträger ‚Harry Truman‘ im Mittelmeer zu einer Übung der trägergestützten Luftwaffe. Der als Wachschiff der ‚Harry Truman‘ eingesetzte Zerstörer ‚Gravely‘ unternahm das gefährliche Manöver, um das russische Schiff vom Flugzeugträger ‚wegzujagen‘“, erläuterte Krawtschenko.

    Er erinnerte daran, dass Russland und die USA 1992 ein Abkommen „Über die Vermeidung von Zwischenfällen auf hoher See und im Luftraum darüber“ unterzeichnet hatten. Allerdings enthalte es keine Parameter, die den Begriff „gefährliche Annäherung von Schiffen“ konkretisieren würden.

    Mehr zum Thema: Russland und USA im Clinch: Beinahe-Kollision im Mittelmeer

    Auf hoher See sei es üblich, dass sich ein Schiff mit größerer Wasserverdrängung (bei der ‚Gravely“ sind es 9.600 Tonnen – d. Red.) einem Schiff mit geringerer Verdrängung (bei der „Jaroslaw Mudryj“ — 4.350 Tonnen — d. Red.) gegenüber vorsichtig verhalte. „Die Amerikaner haben das ignoriert“, sagte der Admiral.

    Der Vorfall ereignete sich am 17. Juni im östlichen Mittelmeer. Der US-amerikanische Zerstörer „Gravely“ habe sich einem russischen Kriegsschiff in gefährlicher Weise bis auf 60 bis 70 Meter backbords genähert und die Fahrroute des Schiffes in einer gefährlichen Distanz von 180 Metern bugseitig durchquert.  Dabei habe die „Jaroslaw Mudryj“ in den internationalen Gewässern „einen stetig gleichen Kurs mit stetig gleicher Geschwindigkeit gehalten und keine gefährlichen Manöver gegenüber dem US-Schiff unternommen“, hieß es in der Pressemitteilung der russischen Verteidigungsbehörde.

    Fotos: US-Flugzeugträger „Harry S. Truman“ im Mittelmeer

    Aus dem Pentagon verlautete daraufhin, die russischen Seeleute hätten falsche Signale gegeben und versucht, sich dem amerikanischen Zerstörer anzunähern.

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    Wachschiff Jaroslaw Mudry, Gravely, USS Harry S. Truman, USA, Russland