17:59 19 Januar 2020
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    Russland-Sanktionen (476)
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    Diejenigen EU-Staaten, die unter den Russland-Sanktionen leiden, können ihre Verluste dadurch minimieren, dass ihre Firmen Niederlassungen in Russland eröffnen und in die russische Wirtschaft investieren, wie Russlands Präsident Wladimir Putin Journalisten in Finnland erklärte.

    In der Situation, in der gegenseitige Sanktionen gelten, gibt es Putin zufolge einen Ausweg, der gegen keine Regel verstößt, und zwar eine „Lokalisierung der Produktion in Russland“.

    „Einige finnische Partner haben diesen Weg schon eingeschlagen. Das Unternehmen Valio stellt nun 90 Prozent der Produkte, die früher aus Finnland importiert wurden, auf dem Territorium Russlands her“, sagte der russische Staatschef am Rande eines Treffens mit seinem finnischen Amtskollegen, Sauli Niinistö.

    Auch in Sachen Investitionen können angesichts der aktuellen russisch-europäischen Wirtschaftsbeziehungen dadurch die Verluste minimiert werden, schlug Putin vor.

    Es gebe aber auch eine kardinale Lösung des Problems, scherzte der Präsident: „Wenden Sie sich an London, dort werden Sie gut beraten“.

    „Ich glaube, wir schaffen es ohne Londons Erfahrung“, erwiderte Niinistö mit einem Lächeln.

    „Das habe ich unseren Korrespondenten gesagt“, präzisierte Putin.

    Am 1. Juli hatte die Europäische Union die gegen Russland verhängten Sanktionen aufgrund eines unzureichenden Fortschritts bei der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen um weitere sechs Monate verlängert. Als Antwortmaßnahme verlängerte Moskau das Einfuhrverbot für landwirtschaftliche Erzeugnisse, Rohstoffe und Lebensmittel aus den USA, den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Kanadas, Australiens, Norwegens, der Ukraine, Albaniens, Montenegros, Islands und Liechtensteins bis Ende 2017.

    Die Beziehungen zwischen Russland und einigen westlichen Ländern sowie den USA hatten sich 2014 angesichts der Ukraine-Krise verschlechtert. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängten die USA und die EU-Mitgliedsstaaten Sanktionen gegen Russland, darunter im Bereich Wirtschaft und Finanzen. Als Antwort verbot Russland die Einfuhr von Lebensmitteln aus diesen Ländern.

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    Investitionen, Embargo, Sanktionen, Brexit, Sauli Niinistö, Wladimir Putin, London, Großbritannien, Finnland, Europäische Union, Russland