15:20 20 September 2020
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    Die britische Regierung hat den Einmarsch im Irak 2003 anhand unbewiesener Informationen beschlossen. Zu diesem Schluss kamen die Ermittler der sogenannten Chilcot-Kommission, die sieben Jahre lang die britische Rolle im Irak-Krieg untersucht hatte und nun ihren Bericht vorstellte.

    Britischer Ex-Premier Tony Blair
    © Flickr / Center for American Progress
    Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Untersuchungsbericht waren damals keinesfalls alle friedlichen Optionen für eine Konfliktlösung ausgeschöpft. Außerdem habe die britische Regierung die Konsequenzen des Waffeneinsatzes unterschätzt.

    Die Entscheidung Großbritanniens, sich an der Invasion im Irak zu beteiligen, sei voreilig gefallen – noch bevor alle friedlichen Möglichkeiten zur Entwaffnung ausgeschöpft gewesen seien, sagte John Chilcot am Mittwoch. Militärisches Eingreifen sei zu jener Zeit noch nicht die letzte Option gewesen.

    Auch die rechtliche Basis für einen Angriff im Rahmen der Vereinten Nationen war nicht gegeben. Durch dieses Eingreifen sei die Autorität des UN-Sicherheitsrats untergraben worden.

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    Tags:
    Großbritannien, Irak