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    IS bekämpfen? Nur über Verbesserung der Beziehungen zu Russland - Independent

    © Foto : Russian Defence Ministry
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    Die Beziehungen zwischen Moskau und London sind „auf Rekordtief“, schreibt der Independent-Kolumnist Kim Sengupta. Sie müssen aber unbedingt verbessert werden, wenn Großbritannien die Terrormiliz Islamischer Staat wirklich bekämpfen will.

    Vor wenigen Tagen hatte das britische Parlament den Bericht „Russland: Auswirkungen auf Verteidigung und Sicherheit des Vereinigten Königreichs“ vorgelegt. Dessen wichtigste Punkte laufen dem Autor zufolge darauf hinaus, dass die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien das schlimmste Tief aller Zeiten erreicht hätten. Darüber hinaus mangelte es den britischen Beamten an Kenntnis über Russland. Dialog müsse sicher erneuert werden.

    Wie die Independent-Kolumne weiter ausführt, ist „einer der Gründe für die schlechten Beziehungen jedoch die ständige Kritik an Russland seitens britischer Minister, die vielen westeuropäischen Diplomaten auf die Nerven geht, da es einen kollektiven Dialog mit Moskau behindert, besonders beim Thema Syrien.“

    Kritik komme allerdings nicht nur von Politikern. So hatte der weltberühmte britische Komponist, Andrew Lloyd Webber, zuvor behauptet, Putin sei für die Flüchtlingskrise verantwortlich und freue sich über den Brexit. Doch die Krise habe schon längst vor dem Einsatz Russlands in Syrien begonnen, betont der Kolumnist. Dass Lloyd Webber den Brexit mit dem Konflikt in Syrien verbindet, legt laut dem Autor den Gedanken nahe, dass der Musiker vielleicht einer zweiten Tätigkeit als Stand-Up-Komiker nachgehe. 

    Natürlich müsse es mehr Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS geben, nicht nur vonseiten Großbritanniens, sondern auch der übrigen Nato-Länder. Unter anderem auch, weil die Attentäter vom Istanbuler Flughafen ja aus ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken stammten.

    Zurzeit gebe es bereits eine Kooperation zwischen Moskau und Washington, was die Nutzung des syrischen Luftraums angehe. Diese Kooperation dürfte sich nach den Gesprächen zwischen dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und seinem US-Amtskollegen John Kerry auch auf weitere Fragen erstrecken.

    Dennoch sei momentan nicht abzusehen, wie die nächste britische Regierung das Verhältnis zu Russland gestalten werde. Das neue Ministerkabinett werde wahrscheinlich mit etwas anderem beschäftigt sein, und zwar mit Verhandlungen zum Ausstieg des Landes aus der EU und der Rettung der Wirtschaft vor einem Zusammenbruch.

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    Tags:
    Islamischer Staat, Wladimir Putin, Großbritannien, Russland