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13:41 23 Juli 2019
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    Chef des Freidenker-Verbands: Keine Entspannungssignale vom Nato-Gipfel in Warschau

    © AFP 2019 / Janek Skarzynski
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    Beim beginnenden Nato-Gipfel in Warschau wird nach Ansicht von Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, das zementiert, was früher in Wales von der Allianz vereinbart wurde - nämlich die Stationierung von Nato-Truppen an der Grenze Russlands. Damit werde eine weitere Eskalationssteigerung erreicht.

    Die Absicht der Nato, Soldaten in Polen, Litauen, Lettland und Estland zu stationieren, sei laut Hartmann keine begrenzte Militärpräsenz, wie der Nato-Generalsekretär Stoltenberg dies bezeichnet. „Da lässt die Nato keinen Zweifel daran, dass die zeitlichen Lücken im Personalwechsel nicht entstehen werden“, äußerte er im Sputnik-Interview. „Das sind eine dauerhafte Truppenpräsenz und ein Verstoß gegen die Verträge mit Russland.“

    Die Beschuldigungen Russlands wegen der Destabilisierung der Situation in der Ukraine wurden als Vorwand benutzt, um näher an die russischen Grenzen zu kommen, meinte er. Die Vereinigung der Krim mit Russland eine Annexion zu nennen, sei eine Lüge — dies sei eine Erfindung der Nato, um ihre aggressiven Schritte zu rechtfertigen. 

    Mehr zum Thema: Putin: Russland wird sich Nato-Kriegsrausch nicht unterwerfen

    „Wir erleben ein Großmanöver der Nato nach dem anderen. Wir erleben in Deutschland die Modernisierung der US-Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Wir erleben die Verbringung von massenhaften Waffen in norwegische Höhlen, nachdem sie am Ende des Kalten Krieges abgezogen wurden, also wiederum grenznah.“ 

    Besonders gefährlich sei laut dem Experten die Stationierung des sogenannten Aegis-Systems unter dem irreführenden Namen Raketenabwehrschild auf den Schiffen in der Ostsee, im Mittelmehr und im Schwarzen Meer. Die Stationierung der US-Abwehrsysteme in Bulgarien und Polen sei dazu gedacht, dass die nukleare Erstschlagfähigkeit  der USA zu sichern. „Damit kehren wir in eine Situation zurück, die wir seit 1987 überwunden glaubten, als mit dem INF-Vertrag die Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen in Europa verboten wurde“, stellte Hartmann fest.

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    Tags:
    Raketenabwehr, NATO, Jens Stoltenberg, Polen, USA, Russland