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00:50 18 Oktober 2019
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    Kreml zu Gerüchten über Tod von Ex-Geheimagent in USA

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    Nach Medienberichten über den Tod des verurteilten Agenten-Verräters Alexander Potejew in den USA sieht der Kreml keine Gefahr durch Informationsattacken gegen Russland.

    Russische Medien hatten am Donnerstag berichtet, dass der Ex-Oberst des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Alexander Potejew, der vor sechs Jahren in die USA geflüchtet und dort einen russischen Spionagering auffliegen lassen hatte, am heutigen Mittwoch im Alter von 64 Jahren verstorben sei. Ein Informant schloss laut Medien nicht aus, dass es sich um eine gezielte Falschmeldung handeln könnte, um den Überläufer untertauchen zu lassen.

    Auf diese Meldungen angesprochen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, Präsident Wladimir Putin habe sich nicht für eine Bestätigung dieser Informationen interessiert: „Das ist nicht Angelegenheit des Präsidenten.“

    Auch sehe der Kreml in diesem Zusammenhang keine Gefahr durch Informationsattacken gegen Russland, so Peskow. Den Überläufer Potejew bezeichnete er als Verräter. „Das ist offensichtlich.“ Auch der Auslandsgeheimdienst SWR hat jeden Kommentar zu den Meldungen über Potejews Tod verweigert.

    Potejew, einst Leiter der Nordamerika-Abteilung des SWR, war 2010 zu den USA übergelaufen und hatte dort zehn russische Under-Cover-Agenten aufgedeckt, darunter auch die als „Agentin 00Sex“ bekannte Anna Chapman. 2011 hat ein Moskauer Gericht den Ex-Oberst in Abwesenheit wegen Hochverrats zu 25 Jahren Haft verurteilt.

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    Tags:
    Russlands Auslandsgeheimdienst SWR, Anna Chapman, Alexander Potejew, Dmitri Peskow, Russland, USA