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    Versöhnung mit der Türkei: Russland tut sein Bestes - Außenministerium

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    Moskau unternimmt alle erforderlichen Schritte zum operativen Wiederaufbau der Beziehungen zu Ankara, wie die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag sagte.

    „Wir sprachen davon, dass wir die Beziehungen zu den Menschen, zu dem Volk nicht abbrechen, dass wir die wirtschaftlichen Beziehungen nicht abbrechen, obwohl  wir ganz gut verstanden haben, dass die politische Abkühlung die Wirtschaft unmittelbar beeinflussen würde. Jetzt werden diese Hürden abgebaut, weil sich die Türkei entschuldigt hat", sagte Sacharowa in einer Pressekonferenz. Allerdings habe die Türkei das früher tun sollen.

    „Ich wiederhole aber: besser spät als nie. Wir haben diese Entschuldigungen angenommen. Wir haben operativ unser Bestes getan, damit die Beziehungen zur Wiederherstellung kommen. Wir gehen davon aus, dass das Investitionsklima, die wirtschaftlichen und regionalen Beziehungen davon nur  profitieren werden", so die Pressesprecherin.

    Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei gerieten in eine schwere Krise, nachdem ein türkisches Jagdflugzeug am 24. November 2015 einen russischen Su-24-Bomber in Syrien abgeschossen hatte. Wladimir Putin bezeichnete dies als einen „Stoß in den Rücken durch Helfershelfer der Terroristen" und belegte die Türkei mit einer Reihe wirtschaftlicher Einschränkungen.

    Ab dem 1. Januar 2016 wurde der Import von türkischen Waren nach Russland verboten und der visafreie Reiseverkehr mit der  Türkei eingestellt. Außerdem wurden die Charterflügen zwischen Russland und der Türkei verboten und Einschränkungen für türkische Gastarbeiter eingeführt.

    Ende Juli hat Russlands Präsident Wladimir Putin per Erlass die Einschränkungen gegenüber der Türkei korrigiert. Zwei Beschränkungen werden direkt aufgehoben: zum einen die Empfehlung, keine Komplettreisen mehr in die Türkei zu verkaufen, zum anderen das Verbot von Charterflügen in das Land. Die übrigen Punkte des vorhergegangenen Erlasses bleiben weiter in Kraft.  Allerdings ist die russische Regierung damit beauftragt, Gespräche mit der türkischen Seite zu führen und Vorschläge zur Änderung der Frist und des Charakters  der Einschränkungen  vorzulegen.

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    Versöhnung, Beziehungen, Maria Sacharowa, Wladimir Putin, Türkei, Russland