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    Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (357)
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    Russland wird angesichts des zugenommenen Interesses der Allianz an der Region mit häufigen Aktionen der Nato im Schwarzen Meer zu tun haben, meinen Stratfor-Experten.

    Laut dem Stratfor-Bericht wird sich der Kampf um den Einfluss in der Schwarzmeer-Region in der nächsten Zeit zuspitzen. 

    Nach dem Krim-Beitritt zu Russland 2014 änderte sich das Kräfteverhältnis im Schwarzen Meer. Die Ukraine sei von der Arena verdrängt worden, und Moskau habe seine Flotte aufgerüstet, so die Analysten.

    „Inzwischen ist die strategische Bedeutung dieses Gewässers in den Augen der Nato gestiegen, die die Politik zur Abschreckung Russlands in Europa verstärken will“, so Stratfor. 

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    Mehrzweck-Kampfjet Su-27
    © Sputnik / Witali Ankow
    Wie es in dem Bericht heißt, muss die Nato den Vertrag von Montreux aus dem Jahr 1936 berücksichtigen, der die Tonnage, die Zahl und die Aufenthaltsdauer der Militärschiffe der Nicht-Schwarzmeer-Staaten im Schwarzen Meer einschränken. Allerdings können multinationale Kräfte wie die Nato diese Einschränkungen umgehen, indem die Flotte mit Schiffen aus verschiedenen Ländern  gebildet und zur Rotation der Truppen gegriffen wird. Deswegen werde beim Nato-Gipfel am 8./9. Juli in Warschau die Verstärkung der gemeinsamen Marine-Kräfte der Allianz im Schwarzen Meer besprochen, so die Experten.

    Nicht alle Nato-Mitgliedsstaaten, die Zugang zum Schwarzen Meer haben, sind bereit, den Ausbau der Kräfte der Allianz in der Region zu unterstützen. Während Rumänien anscheinend ein aktiver Befürworter dieser Idee wird, könnten Bulgarien und die Türkei zurückhaltender auf diese Initiative reagieren, weil sie keine feindseligen Beziehungen zu Russland wollen.

    Laut Stratfor sprach sich die Türkei bis vor kurzem ebenfalls für die Stärkung der Nato im Schwarzen Meer aus, doch in den vergangenen Wochen versuchte Ankara, die Beziehungen zu Moskau zu normalisieren, die sich nach dem Abschuss des russischen Militärflugzeugs über Syrien durch die Türkei verschlechterten. 

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    Die Experten analysierten auch das Verhältnis der Marine-Kräfte in der Region. Russland bleibt nach der Zahl der Schiffe zwar hinter der Nato zurück, hat aber viele andere Vorteile – beispielsweise bei den Fliegerkräften. Zudem modernisiert Moskau aktiv die Flotte, darunter U-Boote.

    Moskau kann de facto nicht mehr mit dem Vertrag von Montreux rechnen – die Nato wird nach Wegen suchen, um diese Einschränkungen zu umgehen und die Führungsrolle ihrer Marine in der Region zu sichern. Allerdings habe Russland dank seinen Positionen auf der Halbinsel Krim große Vorteile gegenüber der Allianz, so Stratfor.

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    Tags:
    Schwarzmeerflotte, Stratfor, NATO, Schwarzes Meer, Russland