03:20 20 Juli 2018
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    In Libyen herrschen seit der Nato-Intervention 2011 Chaos und Gewalt.

    Moskau: Nato lenkt von eigener destruktiver Rolle bei Konflikten ab

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    Mit ihren Versuchen, Russland zu „dämonisieren“, will die Nato laut Maria Sacharowa, der Sprecherin des russischen Außenministeriums, die Aufmerksamkeit von der destruktiven Rolle der Allianz beim Provozieren von Konflikten in verschiedenen Regionen der Welt ablenken.

    Die Nato ignoriere die negativen Folgen des forcierten Aufbaus von Raketenschilden in Europa, was Risiken für das gesamte euroatlantische Sicherheitssystem schaffe, so Sacharowa in einer Stellungnahme zu den Beschlüssen des Nato-Gipfels in Warschau.

    Washington und Brüssel zerstörten zielgerichtet das gegenwärtig existierende Kräftegleichgewicht. Ferner betonte Sacharowa, dass die Versuche, Russland „zu dämonisieren“, um die eigene Aufrüstung zu rechtfertigen und die „Aufmerksamkeit von der destruktiven Rolle der Allianz und einzelner ihrer Bündnispartner beim Provozieren von Krisen und bei der Aufrechterhaltung von Spannungsherden in verschiedenen Regionen der Erde abzulenken, überhaupt übermäßige Formen annehmen“.

    Die Nato-Staaten hatten am Freitag beschlossen, vier Kampfbataillone in Polen, Estland, Lettland und Litauen zu stationieren. Die Bundeswehr soll das Bataillon in Litauen mit mehreren hundert Soldaten anführen. In den letzten Jahren hatte die Nato bereits neue Militärstützpunkte gebaut und ihre Truppen in Osteuropa verstärkt. Laut Generalsekretär Jens Stoltenberg ist die Nato nun so stark wie noch nie seit dem Kalten Krieg.

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    Tags:
    NATO, Europa, USA, Russland
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