12:27 25 Oktober 2020
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    Nach dem Abschuss des Mi-25-Hubschraubers in Syrien plant Russland nach Angaben der Tageszeitung „Kommersant“ eine „Vergeltungsoperation“ gegen die Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS). Bei der Attacke auf den Hubschrauber waren am Freitag zwei russische Piloten getötet worden.

    Ein anonymer Sprecher im russischen Verteidigungsamt teilte „Kommersant“ mit, es würden zwei Optionen für die Vergeltung erwogen. So könnten die Luftangriffe intensiviert und erneut hochpräzise Marschflugkörper Kalibr-NK eingesetzt werden. Obwohl das Gros der russischen Streitkräfte aus Syrien abgezogen wurde, sind auf dem Stützpunkt Hmeimim in Latakia noch immer mehrere Jagdbomber Su-34 und Jagdflugzeuge Su-30 und Su-35 startklar. Mit Kalibr-Marschflugkörpern hatte die russische Marine im vergangenen Jahr — unter anderem auch vom Kaspischen Meer aus — Daesh-Stellungen in Syien angegriffen.

    Doch intensivere Luftangriffe könnten die Feuerpause negativ beeinflussen, die in einzelnen Teilen Syriens gilt. Als zweite Option könnte Russland, so „Kommersant“, seinen einzigen Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ nutzen. Das Kriegsschiff, das planmäßig im Oktober ins Mittelmeer entsandt werden soll, könnte sich laut den Quellen der Zeitung bereits im August zu Syriens Küste auf den Weg machen.

    Ein ranghoher Vertreter im Stab der Nordflotte teilte der RIA Novosti jedoch mit, dass kein früherer Einsatz der „Admiral Kusnezow“ im Mittelmeer geplant sei. „Laut dem Plan der Gefechtsausbildung begibt sich die ‚Admiral Kusnezow‘ im Herbst dieses Jahres auf große Fahrt, aber nicht vor Oktober. Die Besatzung befindet sich gegenwärtig auf hoher See und legt (im Rahmen der Ausbildung – Anm. d. Red.) Prüfungen ab“, so der Sprecher.

    Die „Admiral Kusnezow“ führt etwa 15 Abfangjäger Su-33 und MiG 29K-Mehrzweckjäger und außerdem zehn Hubschrauber der Typen Ka-52K, Ka-27 und Ka-31 mit sich.

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