20:14 18 September 2020
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    Der Nato-Gipfel in Warschau wird die globale Sicherheitslage stärker beeinflussen als die Spannungen im Südchinesischen Meer, wie die Zeitung „The Guardian“ unter Berufung auf den australischen Ex-Botschafter in Polen, Tony Kevin, berichtete.

    Bei dem Gipfeltreffen der Allianz war vor allem die Stationierung von zusätzlich 4.000 Soldaten in den baltischen Staaten und Polen beschlossen worden. Kevin betont diesbezüglich, dass die Situation in Europa seit 1913 oder 1939 nie mehr so bedrohlich war wie jetzt. Das Nato-Kommando behauptet, die Situation sei unter Kontrolle, aber der Diplomat zweifelt. Er befürchtet, dass die „kriegshetzerischen Idioten“ Kampfhandlungen provozieren könnten, die theoretisch bis zu einem Atomkrieg führen könnten.

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    Kevin zufolge wurde der Westen durch Geschichten von einer angeblichen „russischen Aggression“ irregeführt. Die USA, Großbritannien und Frankreich sind zurzeit Geiseln der Behörden der baltischen Länder und Polens, an deren Reife der Politiker sehr zweifelt.

    Solch eine risikoreiche Situation sei der größte außenpolitische Misserfolg von US-Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premierminister David Cameron, schlussfolgert Kevin.

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    Soldaten, NATO, Russland, Europa, USA