20:22 27 März 2017
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    Eröffnung der Nato-Übungen  Anaconda-1 in Polen

    Nato-Mythos „russische Aggression“ schürt Kriegsgefahr auf Niveau 1913/39 Guardian

    © AP Photo/ Alik Keplicz
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    Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (351)
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    Der Westen hat nicht bemerkt, wie er unter dem Einfluss des Mythos der angeblichen “russischen Aggression“ in eine neue Konfrontation geführt worden ist, wie der Ex-Botschafter Australiens in Polen und Kambodscha, Tony Kevin, in seinem Brief an die britische Zeitung The Guardian schrieb.

    Während westliche Spitzenpolitiker immer wieder äußerten, sie bewahrten ein Gleichgewicht zwischen Abschreckung und Dialog mit dem „aggressiven Russland“, hätten diese per Beschluss 4.000 Nato-Soldaten in die baltischen Länder und nach Polen entsendet, so der Diplomat. Das bedrohe den Frieden.

    „Wir haben uns seit 1913 und 1939 nicht mehr in einer solch gefährlichen Situation befunden“, heißt es in dem Kommentar.   

    Die Nato wolle die Transparenz gewährleisten, um einen zufälligen Kriegsbeginn auszuschließen und behaupte, dass die Stationierung der Truppen nahe der russischen Grenzen keinerlei Risiko mit sich bringe. Kevin zufolge jedoch könnte der aber sogar in einen Nuklearkrieg verwandelt werden, der absichtlich, zufällig oder durch Provokation ausbrechen könnte, die „von den nächsten Idioten vor Ort organisiert werden könnte“. USA, Großbritannien und Frankreich seien Bürgen Polens und der baltischen Länder, deren Vernunft und Reife allerdings gewisse Zweifel hervorriefen, so Kevin.

    „Obama, Cameron, Merkel und Hollande haben es der Welt erlaubt, in eine riskante Situation zu geraten. (…) Gerade darin besteht ihr größter außenpolitischer Fehler“, schrieb der Diplomat abschließend.

    Beim Nato-Gipfel Anfang Juli in Warschau war die Stationierung von zusätzlich 4.000 Soldaten in den baltischen Staaten beschlossen worden. Die Nato will vier multinationale, rotierende Bataillone für das östliche Bündnisgebiet schaffen. Zur Formierung der Truppen sind bereits die Rahmenstaaten bestimmt worden: In Lettland wird Deutschland dafür verantwortlich sein, in Litauen Kanada, in Estland Großbritannien und in Polen die USA.

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    Tags:
    NATO, The Guardian, Großbritannien, Estland, Kanada, Litauen, Deutschland, Polen, USA
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    Alle Kommentare

    • „von den nächsten Idioten vor Ort organisiert werden könnte“
      „Obama, Cameron, Merkel und Hollande haben es der Welt erlaubt, in eine riskante Situation zu geraten.
      Diese beiden Sätze gehören eigentlich zusammen.
      Schließlich muss man doch wissen, von welchen Idioten geredet wird.
    • avatar
      No Deal
      Über Vernunft und Reife, der Bürger, der Wähler, naja da mag ich
      nicht drüber nachdenken oder Diskutieren, aber was die Vernunft
      der Politiker betrifft, die dieses "Scenario" ob bewusst oder
      wegen mangeldem Sachverstand erst ermöglichen.

      Dazu hab ich nur eine "Ansage" wenn man keine Ahnung hat, sollte
      man den Beruf wechseln" b.z.w die justiz sollte bei denen hart
      durchgreifen, einfaches Rechtsprinzip, "Unkenntnis schützt nicht
      vor einer Strafverfolgung"

      Macht bedeutet Verantwortung, wer diese
      Missbraucht gehört ins Gefängnis . . .
    • avatar
      sophie.ostermann
      Russland will und braucht keinen Krieg. Aber wenn bei uns eine Historikerin bei Illner sagte das man sich wegen der Billionen Schulden nicht so aufregen soll weil es in den letzten 5000 Jahren immer so war das dann eine Revolution oder ein Krieg kommt hört man in deutschen Medien nichts davon. Dazu braucht man einen Feind und der wurde künstlich geschaffen
    • Hasipapa
      Vier osteuropäische Länder und ihre vier Okkupanten. Kanada, Großbritannien, USA und wieder als Besatzer DEUTSCHLAND. Und Deutschland wird als Kriegsvorstarter ausgesucht. Denn Deutschland ist das einzigste Land mit Politikern ohne Rückrad und ohne Nationalstolz. Deutschland ist das gefundene Leckerlie. Man gibt ihnen eine "wichtige" Aufgabe und schupst sie dann. Und später heißt es wieder "Deutschland wars". Hat schon zweimal geklapt. " Und Karthago ward nach dem dritten Kriege nicht mehr existent".
    • boroser1502
      Es hat sich nichts bzw. nicht viel verändert.

      Wir dachten alle, dass sich Geschichte nicht wiederholt?

      Wie naiv waren viele? Man glaubten Versprechungen.

      Aber bei Versprechungen ist es immer wichtig, wer diese macht!

      Versprechungen sind auch und vor allem eine Frage des Charakters.

      Kann man den Charakter wechseln, austauschen?

      Jetzt wundern wir uns, über die Gutgläubigkeit und Naivität!
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