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20:34 20 August 2019
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    Massiver Tu-22-Einsatz in SyrienMassiver Tu-22-Einsatz in Syrien

    Russland schlägt in Syrien stärker zu – Kreml mahnt zu Solidarität gegen Terror

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    Anschlag von Nizza (111)
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    Die russische Luftwaffe intensiviert ihre Angriffe in Syrien, weil die Terrorgruppe IS dort wieder stärker wird. Diese soll Medienberichten zufolge auch hinter dem Anschlag in Nizza stecken. Die Regierung in Moskau bezeichnet den Terrorismus als gemeinsame Herausforderung für Europa und Asien.

    Der russische Auslandsexperte Alexej Fenenko sagte der Onlinezeitung gazeta.ru: „Der im Winter angeschlagene IS war bis vor kurzem schwach gewesen – Russland brauchte keine zahlungsmäßig starke Truppe auf dem Stützpunkt Hmeimim in Syrien. Doch nun sammelten die Terroristen ihre Kräfte, die Situation spitze sich wieder zu und wurde instabil. Die russischen Luftangriffe sind nichts anderes als Maßnahmen zur Stabilisierung und zum Bändigen des IS.“

    Mehr zum Thema: Videoaufnahmen aus Nizza zeigen Momente des Anschlags

    Russland behalte die Situation im Auge. Die derzeitige Intensivierung der Luftangriffe gehe möglicherweise darauf zurück, dass der IS mit einer Gegenoffensive versucht habe. „Falls sich die Situation für die Assad-Truppen verschlechtert, wird Russland seine Militärpräsenz in Syrien wieder erhöhen müssen“, prognostizierte Fenenko.

    Der russische Orientalist Wladimir Sotnikow hat allerdings seine Zweifel daran, ob es sinnlos wäre, die Fliegerkräfte in Syrien auf den einstigen Stand wieder aufzustocken: „Derzeit ist es schwer durchschaubar, wie sich die Situation mit den russischen Fliegern in Syrien weiter entwickeln wird. Der erste Angriff der russischen Langstreckenbomber am Dienstag hing aus meiner Sicht mit dem jüngsten Abschuss eines Hubschraubers durch die Terroristen zusammen.“

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    Ein aus Russland gelieferter Mi-35-Hubschrauber der syrischen Luftwaffe war am vergangenen Freitag bei Palmyra abgeschossen worden. Er wurde zu jenem Zeitpunkt von einer russischen Crew pilotiert. Dass die nachfolgenden Angriffe der russischen Luftwaffe auf eine Vergeltung abzielten, wurde vom Kreml dementiert. Wie es hieß, erfolgen die Angriffe am Dienstag im Rahmen der fortlaufenden Luftwaffen-Operation.

    Am Donnerstag schlugen sechs von Russland aus gestartete Tu-22M3-Bomber erneut zu. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden dabei eine Kommandozentrale und ein Feldlager des IS zerstört, aber auch zwei Öl-Verarbeitungsanlagen und viel Militärgerät.

    Der IS soll unterdessen auch hinter dem blutigen Lkw-Anschlag in Nizza am Donnerstagabend stecken – darüber berichtete die britische „Daily Mail“ unter Berufung auf französische Quellen. Im Hinblick auf diesen Anschlag betonte der russische Regierungschef Dmitri Medwedew: „Der Terrorismus kennt, wie bekannt, keine Grenzen und ist eine gemeinsame Herausforderung sowohl für Europa als auch für Asien.“

    „Wir müssen gemeinsame Antworten auf solche Herausforderungen zusammen suchen, Solidarität an den Tag legen und alles tun, was von uns abhängt, um gegen den Terrorismus zu kämpfen. Zumal die Terroristen und ihre Sponsoren nur Gewalt verstehen – und die müssen wir anwenden“, so Medwedew am Freitag beim Asien-Europa-Treffen in der Mongolei.

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    Terrorismus, Terrorbekämpfung, Terror, Terrormiliz Daesh, Nizza, Syrien, Frankreich, Russland