02:48 18 August 2018
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    Französische Polizei am Anschlagsort in Nizza

    Nach Nizza-Anschlägen: Wien plant keine Grenzsperrung

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    Politik
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    Anschlag von Nizza (111)
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    Österreich hat nicht vor, nach dem jüngsten Terroranschlag in Nizza seine Grenzen zu schließen, sagte der Sprecher des österreichischen Innenministeriums, Karl-Heinz Grundbök, am Freitag gegenüber Sputnik.

    „Eigentlich nicht“, so der Sprecher in Bezug darauf, ob Österreich nach der Tragödie in Frankreich eine mögliche Grenzsperrung in Erwägung ziehe.

    Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen blieben weiter in Kraft. Es würde keine weiteren Änderungen geben. Die französischen Behörden seien für die Ermittlung zuständig. Dies hänge aber nicht mit Österreich zusammen, sagte Grundbök auf die Frage, ob die österreichischen Behörden mit ihren französischen Kollegen bei der Ermittlung des Terroranschlages zusammenwirken.

    Während der Feiern zum französischen Nationalfeiertag war am späten Donnerstagabend in Nizza ein Lastwagen zwei Kilometer weit in eine Menschenmenge gerast. In dem Lastwagen wurden Feuerwaffen und Granaten gefunden, letztere erwiesen sich später als nicht funktionstüchtig. Der LKW-Angreifer eröffnete mit einer Pistole das Feuer, bevor er von Polizisten erschossen wurde. Nach jüngsten Angaben sind bei dem Anschlag 84 Menschen ums Leben gekommen, über 100 wurden verletzt, Dutzende davon schwer. Frankreichs Präsident bezeichnete die Tat als „terroristisch“ und ordnete Staatstrauer an.

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    Tags:
    Terroranschlag, Grenzsperre, Karl-Heinz Grundbök, Frankreich, Österreich
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