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17:46 15 Oktober 2019
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    Putschversuch in der Türkei

    Bundesregierung: Todesstrafe in Türkei würde EU-Beitrittsgespräche beenden

    © REUTERS / Murad Sezer
    Politik
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    Die Bundesregierung hat die Diskussion in der Türkei um eine Einführung der Todesstrafe nach dem missglückten Putschversuch kritisiert. Die Todesstrafe würde das Ende der EU-Beitrittsgespräche bedeuten, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert laut Focus Online.

    Nach dem gescheiterten Militärputsch wird in der Tüekei die Wiedereinführung der Todesstrafe diskutiert.

    Teile des türkischen Militärs hatten am Freitagabend verkündet, die Macht im Land übernommen zu haben. Präsident Recep Tayyip Erdogan und Premierminister Binali Yildirim sprachen von einem Putschversuch.

    In der Hauptstadt Ankara und der Millionenmetropole Istanbul wurde geschossen, es gab Explosionen. Auf beiden Seiten waren Kampfjets und Panzer im Einsatz. Bei dem Putschversuch starben nach Angaben des Außenministeriums mindestens 290 Menschen, mehr als Tausend weitere wurden verletzt. Nach Angaben der Regierung wurden bis Sonntag 6000 mutmaßliche Putschisten festgenommen, unter ihnen Dutzende Generäle, Richter und Staatsanwälte. Präsident Erdogan hatte zuvor eine „Säuberungsaktion“ beim Militär angekündigt.

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    Tags:
    EU, Steffen Seibert, Deutschland, Türkei