19:35 07 April 2020
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    Doping-Skandal (158)
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    Moskau darf schwere Vorwürfe von Russlands Ex-Andi-Doping-Chef Grigori Rodschenkow gegen Sportminister Witali Mutko nicht unbeantwortet lassen. Darauf wies Duma-Abgeordnete und Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Swetlana Schurowa am Montag hin.

    Rodschenkow hatte behauptet, dass mindestens 15 russische Medaillen-Sportler bei der Winterolympiade in Sotschi am sogenannten Doping-Programm Russlands beteiligt gewesen waren, das eine Dominanz Russlands als Gastgeberland der Spiele zum Ziel hatte. Danach kündigte die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA Ermittlungen an. Die Resultate einer von Richard McLaren geleiteten WADA-Kommission wurden am Montag veröffentlicht.

    „Ich habe in McLarens Bericht nichts Neues gesehen. Für sie (Kommission) kam es darauf an, es möglichst dicker aufzutragen“, fuhr Schurowa fort. „Ich kann nicht sagen, ob Mutko Rodschenkow wegen Verleumdung anklagen würde. Aber derartige Anschuldigungen dürfen in keinem Fall unbeantwortet gelassen werden.“

    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) habe bereits seine Position kundgetan: Es wäre falsch, ein ganzes Land zu bestrafen. „Saubere“ Sportler dürften nicht wegen eines Menschen leiden, der alles angestiftet habe. Schurowa ist davon überzeugt, dass die Sportler nicht selten auch nicht gewusst haben, was sich tut. „Sie haben diesen Rodschenkow nie gesehen und wissen auch nicht, wie er aussieht“, sagte die Olympiasiegerin.

     

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    Vorwürfe, Reaktion, Swetlana Schurowa, Richard McLaren, Witali Mutko, Russland