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    Olympia Rio-2016 (173)
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    Die Anschuldigungen, die der Bericht des Wada-Komitees unter Leitung von Richard McLaren erhebt, bedürfen einer sorgfältigen Prüfung unter Beteiligung aller Seiten, heißt es in der offiziellen Erklärung des russischen Nationalen Olympischen Komitees.

    „Die Vorwürfe, die in dem Bericht von Richard McLaren erhoben werden, sind so schwerwiegend, dass sie einer gründlichen Ermittlung unter Beteiligung aller betroffenen Seiten bedürfen“, so das russische NOK.

    Da das NOK ein treuer Anhänger des Kampfes gegen das Doping sei, sei es auch dazu bereit, eine umfassende Unterstützung bei diesen Ermittlungen zu leisten. Dabei werde mit allen internationalen Organisationen zusammengearbeitet.

    „Gleichzeitig aber widersprechen wir grundlegend der Meinung von Herrn McLaren, der einen möglichen Ausschluss Hunderter ‚sauberer‘ russischer Athleten von der Teilnahme an den Olympischen Spielen als zulässige ‚unangenehme Folge‘ der im Bericht dargelegten Vorwürfe betrachtet“, heißt es in der Erklärung weiter.

    Diese Vorwürfe basierten, so NOK, vor allem auf den Erklärungen von Grigori Rodtschenkow, der sich im Zentrum eines von ihm selber gebildeten kriminellen Schemas befinde. „Nur aufgrund von Aussagen dieser Person werden nicht nur Karrieren und Schicksale zahlreicher Sportler, sondern auch die Gesamtheit der internationalen Olympischen Bewegung Angriffen ausgesetzt“, hieß es weiter.

    Das Komitee unterstrich dabei, es unterstütze voll und ganz die Ergreifung härtester Maßnahmen gegen konkrete Schuldige, „Doper und Dopende“. Doch gleichzeitig werde das NOK in voller Übereinstimmung mit der Olympischen Charta die Rechte „sauberer“ Athleten schützen.

    „Diejenigen, die im Laufe ihrer ganzen Karriere dank hartem Training, Talent und Willensstärke ihren olympischen Traum verwirklichen wollen, dürfen nicht von haltlosen, unbegründeten Vorwürfen oder illegalen Handlungen einzelner Personen abhängen. Das ist unsere prinzipielle Position“, schloss das NOK in seiner Mitteilung.

    Am Montag hatte Wada-Chefermittler McLaren in Toronto bekanntgegeben, dass die Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur keine Belege dafür gefunden hätten, dass das russische Olympia-Komitee beim angeblichen Dopingprogramm eine aktive Rolle gespielt habe.

    Nach Angaben der Wada-Ermittler waren das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie der Inlandsgeheimdienst FSB in die Manipulationen von Proben verwickelt, um gedopte russische Athleten zu schützen.

    Schließlich hatte WADA empfohlen, russische Sportler von der Teilnahme an allen internationalen Wettkämpfen, einschließlich der Olympischen Spiele 2016, auszuschließen.

     

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    Sportler, Bericht, Doping, NOK, WADA, Richard McLaren, Russland