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    Landeschef der Bayern-AfD zu Axt-Attacke: „Zu uns kommen tickende Zeitbomben“

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    Das Axt-Attentat bei Würzburg wie auch all die jüngsten Anschläge sind laut Petr Bystron, Chef des AfD-Landesverbandes Bayern, eine Folge der gescheiterten Flüchtlingspolitik der EU. Die Anschläge seien die Beweise für das Scheitern der Politik der offenen Grenzen. Es spiele keine Rolle, ob der Täter von Würzburg dem IS angehöre oder nicht.

    "Wir haben hier über 1,2 Millionen Migranten — alleine letztes Jahr. Dieses Jahr kommen auch weitere 100.000 dazu und unter ihnen sind — wie man eben sieht — immer wieder tickende Zeitbomben“, sagte er in einem Interview mit Sputnik-Korrespondent Bolle Selke.

    „Es ist egal, ob die Menschen, die hier in Deutschland Unterschlupf finden, nachher Attentate in unseren europäischen Nachbarländern verüben, oder bei uns in Deutschland. Die Gefahr für uns Europäer ist einfach da. Wir sollten endlich aufhören, ständig über gescheiterte Integration zu diskutieren. Wir müssen jetzt anfangen, über die effektivsten Wege zu diskutieren, diese Menschen wieder zurück in die Länder, aus denen sie gekommen sind, zu schicken."

    Hier will der Vorsitzende der AfD Bayern jedoch schon Unterschiede machen und nicht komplett alle Migranten rückführen:

    "Wir sind da als AfD Bayern ganz klar positioniert. Wir sagen klipp und klar: Jeder, der individuelle Gründe vorweisen kann, dass er verfolgt wurde, der soll auch Asyl bei uns in Deutschland genießen. Wir gehen sogar darüber hinaus und sagen, auch alle Kriegsflüchtlinge, die den Status gemäß der Genfer Konvention genießen, die sollen auch bei uns temporären Schutz bekommen. Diese beiden Gruppen machen aber insgesamt nur 20 bis 25 Prozent von denen aus, die letztes Jahr zu uns gekommen sind. Das heißt, da sind immer noch 70 bis 75 Prozent Wirtschaftsmigranten dabei, die hier eigentlich überhaupt kein Bleiberecht haben. Da muss man einfach schnell darüber entscheiden, dass die wieder zurückgehen."

    Petr Bystron betont nach eigenen Worten schon seit dem Jahr 2014, dass Europa am Bosporus endet. Der ehemalige FDP-Politiker habe auch immer wieder gesagt, dass die Türkei nicht in die EU gehöre und dass mit so einem Land überhaupt keine Verhandlungsgespräche geführt werden dürfen. Die jüngsten Ereignisse in der Türkei bestätigen Bystron nur in dieser Position:   

    „Die EU muss endlich mit Erdogan so umgehen, wie man mit Diktatoren umgeht. Es wäre viel angebrachter, ein Wirtschaftsembargo gegen die Türkei zu verhängen, als dass, was wir gegen Russland verhängt haben. Daran sieht man schon, wie ungleich man unterschiedliche Staaten behandelt. Russland verdient die Sanktionen überhaupt nicht, die müsste man aufheben, und so wie sich die Türkei entwickelt, wäre es da angeraten, einen großen Druck auf Erdogan auszuüben, damit er wieder zur Demokratie zurückkehrt und das Land sich wieder zivilisiert verhält.“

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    Tags:
    Flüchtlingspolitik, Migranten, AfD Armee Fraktion (AAF), Terrormiliz Daesh, Petr Bystron, Recep Tayyip Erdogan, Würzburg, Europäische Union, Deutschland