12:04 19 Februar 2020
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    Die libysche Regierung der Nationalen Einheit hat laut einem französischen Regierungssprecher die Anwesenheit französischer Soldaten im Land heftig verurteilt, wie die Agentur AFP berichtet.

    Französische Soldaten
    © AFP 2019 / Dominique Faget
    Die libysche Regierung bezeichnete demnach die Präsenz französischer Militärs als „Verletzung der libyschen Souveränität“. Die libysche Regierung der Nationalen Einheit werde „jede Hilfe von befreundeten Staaten im Kampf gegen den Daesh“ (auch Islamischer Staat, IS) begrüßen. Doch eine solche Hilfe könne nur auf Bitte der libyschen Regierung hin oder in Absprache mit ihr gewährleistet werden.

    Am Mittwochmorgen hatte Paris erstmals offiziell bestätigt, dass sich französische Spezialeinheiten in Libyen befinden — „um zu helfen und die französische Präsenz überall zu garantieren, wo gegen den Terror gekämpft wird“. Später teilte das französische Verteidigungsministerium mit, dass in Libyen drei französische Soldaten getötet worden seien.

    Am 31. März nahm in Libyen die Regierung der Nationalen Einheit ihre Arbeit auf. Sie strebt den Erhalt der Integrität des Landes an, die seit der Absetzung von Muamar al-Gaddafi stark gefährdet ist. Einzelne libysche Gebiete sind immer noch von IS-nahen Terrorgruppierungen besetzt.

    Das Uno-Waffenembargo war 2011, nach dem Beginn des Aufstandes gegen al-Gaddafi, verhängt worden.

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    Tags:
    Regierung, verurteilen, Verletzung, Souveränität, Soldaten, Militärpräsenz, Frankreich, Libyen