19:19 24 Juni 2019
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    CAS-Urteil: Sportminister Mutko kommentiert Olympia-Sperrung russischer Athleten

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    Die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS, die russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ganz auszuschließen, ist laut dem russischen Sportminister Witali Mutko politisiert und entbehrt jeder rechtlichen Grundlage, wie Reuters berichtet.

    „Ich kann nur mein Bedauern äußern. Nun werden wir unsere weiteren Schritte abwägen. Aus meiner Sicht ist das eine subjektive, ein wenig politisierte Entscheidung, die keinerlei rechtliche Grundlage hat“, so Mutko.

    Der Minister bezeichnete das CAS-Urteil als präzedenzlos, es beleidige den Sport an sich. Der Weltleichtathletikverband IAAF sei in Korruption versunken. Er sei erstaunt, warum gegen diese Organisation keine Ermittlungen eingeleitet würden.

    Im Dopingskandal hatte der internationale Sportgerichtshof CAS die Klage des russischen Olympia-Komitees gegen das Startrechtverbot für 68 russische Leichtathleten abgelehnt. Die betreffenden Athleten bleiben damit von den Olympischen Spielen 2016 in Rio ausgeschlossen.

    Die gesperrten Athleten dürfen binnen 30 Tagen Berufung einlegen. Die Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro beginnen am 5. August.

    Zuvor hatten die Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie den Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt, in ein staatlich gesteuertes Dopingprogramm russischer Athleten involviert zu sein.

    Die staatlichen Stellen sollen mit Proben manipuliert haben, um gedopte russische Athleten zu schützen, heißt es in dem Wada-Bericht, der in dieser Woche veröffentlicht wurde.

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    Urteil, Sportler, Leichtathletik, Olympische Spiele in Rio de Janeiro, IAAF, Internationaler Sportgerichtshof CAS, Witali Mutko, Russland