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    Nach dem Putschversuch in der Türkei

    Nach Umsturzversuch: Ankara wechselt mehrere Botschafter aus

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    Putschversuch in der Türkei (231)
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    Einige türkische Botschafter im Ausland werden nach dem misslungenen Putschversuch in der Türkei von ihren Funktionen entbunden, teilt die Agentur Reuters unter Verweis auf den türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoglu mit.

    Einige von ihnen hätten ihren Posten ungerechtfertigt bekleidet, sagte der Minister.

    Zuvor hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan angewiesen, mehr als 1000 Privatschulen zu schließen, denen mögliche Kontakte zu dem islamischen Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen werden.

    Ankara hatte den in den USA lebenden oppositionellen türkischen Prediger Fethullah Gülen beschuldigt, den Putsch organisiert zu haben. Gülen wies dies ausdrücklich zurück: „Ich lehne diese Anschuldigungen kategorisch ab“, wurde der Geistliche am Samstag von der Agentur Reuters zitiert.

    Bei einem gescheiterten Putschversuch durch Teile des türkischen Militärs waren in der Nacht zum 16. Juli rund 250 Menschen getötet worden. Mehr als 2100 weitere Menschen erlitten Verletzungen. In den folgenden Tagen wurden mehr als 13.000 mutmaßliche Putschisten festgenommen, unter ihnen ranghohe Militärs, Richter und Staatsanwälte. Es gab außerdem Massenentlassungen.

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    Entlassung, Botschafter, Putschversuch, Reuters, Recep Tayyip Erdogan, Mevlüt Çavuşoglu, Türkei