08:51 15 November 2019
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    Hackerangriff auf US-Demokraten: Assange zu Spekulationen über Verwicklung Russlands

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    Es gibt keine Beweise dafür, dass der russische Nachrichtendienst hinter den gehackten E-Mails der Parteispitze der US-Demokraten steckt, wie der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, in einem Interview mit dem Sender NBC sagte.

    Zuvor hatte die Zeitung „The New York Times"  unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtet, russische Hacker könnten in die Kyberangriffe  auf das E-Mail-System der Demokratischen Partei  verwickelt sein. Mitarbeiter einiger  Firmen, die sich mit Computersicherheit beschäftigen, teilten mit, in den von WikiLeaks veröffentlichten  Metadaten von Dokumenten des nationalen Komitees der Demokratischen Partei gebe es Informationen,  dass diese Dokumente  in Computern  mit russischsprachigem Interface gewesen seien.

    Assange seinerseits betonte, dass die Enthüllungsplattform  ihre Quelle nicht offengelegt habe. „Es gibt überhaupt keine Beweise dafür (für die Verwicklung russischer Hacker — Anm. d. Red). Wir haben unsere Quelle nicht offengelegt", sagte er. Die Spekulationen über die Verwicklung des russischen Geheimdienstes seien ein Ablenkungsmanöver, das von der Clinton-Wahlkampagne unternommen werde.

    Das Wichtigste in den E-Mails sei ihr Inhalt  und nicht das, von wem sie gehackt worden seien, so Assange. Und der Inhalt stelle eine Absprache bloß.

    Am Freitag hatte die Webseite WikiLeaks rund 20.000 E-Mails und Dokumente der US-Demokraten veröffentlicht, die darauf  hinweisen, dass  sich die demokratische Parteiführung im Zuge der Präsidenten-Vorwahl  nicht neutral verhielt und den innerparteilichen Rivalen von Clinton, Bernie Sanders, in Verruf  bringen wollte.

    In diesem Zusammenhang  entschuldigte  sich das Nationale Komitee der Demokratischen Partei  bei dem Senator Sander „für die unentschuldbaren Bemerkungen in E-Mails". Die Parteichefin  Debbie Wasserman Schultz gab bekannt, nach dem Parteitag in Philadelphia zurücktreten zu wollen.

    Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump bezeichnete die angebliche  Verwicklung Russlands in den Vorfall als „Witz".

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    Tags:
    Hackerangriff, WikiLeaks, Donald Trump, Bernie Sanders, Hillary Clinton, Julian Assange, Russland, USA