20:21 27 März 2017
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    Edward Snowden auf dem Titelbild des US-Magazins „Wired“ mit  amerikanischer Flagge

    Snowden enthüllt Geheimbericht über US-Cyberangriffe auf ausländische Parteien

    © Flickr/ Mike Mozart
    Politik
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    Die US-Regierung hat Hackerangriffe auf ausländische Parteien und Organisationen genehmigt, wie der Whistleblower und ehemalige Mitarbeiter der National Security Agency (NSA) Edward Snowden berichtete.

    „Unsere Regierung genehmigte Hackerangriffe auf politische Parteien. Es wurden Fehler gemacht“, schrieb Snowden auf Twitter.

    Zur Bestätigung seiner Worte veröffentlichte Snowden einen Link zu einem  Dokument vom 16. Juli 2010, in dem unter dem Vermerk „geheim“ die betroffenen Länder und internationalen Organisationen aufgelistet sind.

    Ins Visier wurden ausländische politische Organisationen wie die Pakistanische Volkspartei, die libanesische Amal-Bewegung, die ägyptische Muslimbrüder-Partei, die indische Bharatiya Janata Party und die rumänische Front zur Nationalen Rettung genommen. Für die Veröffentlichung des Dokuments wählte Snowden den Zeitpunkt, zu dem in den USA ein Skandal um die Veröffentlichung von 19.252 E-mails des National Committee der Demokratischen Partei ausbrach. Laut der E-Mail-Korrespondenz äußerten sich hochrangige Parteimitglieder entgegen den Richtlinien für die Unterstützung von Hillary Clinton zum Nachteil des parteiinternen Herausforderers Bernie Sanders.

    Ein Vertreter von Clintons Wahlstab sagte unter Berufung auf Experten, dass die Server der Partei von Russen gehackt worden seien und dies angeblich die Absicht bedeute, dem republikanischen Kandidaten Donald Trump zu helfen. Vertreter des Wahlstabs des Milliardärs wiesen diese Informationen zurück.

    Эдвард Сноуден
    © REUTERS/ Glenn Greenwald/Laura Poitras/Courtesy of the Guardian/Handout via Reuters
    Anfang Juni 2013 veröffentlichte Snowden Informationen über die US-Spionageprogramme weltweit. Die US-Behörden erhoben gegen Snowden Klage nach drei Artikeln, bei jedem von denen Snowden bis zu zehn Jahre Haft drohen. Snowden floh aus den USA nach Hongkong und am 23. Juni 2013 nach Russland. Moskau gewährte ihm zeitweiliges Asyl für ein Jahr unter der Bedingung, dass er seine Aktivitäten gegen die USA einstellt. Im August 2014 erhielt der Amerikaner eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre.

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    Tags:
    Cyberattacken, Hillary Clinton, Edward Snowden, USA
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    Alle Kommentare

    • avatar
      Joesi
      toller Kerl!
      Toller Snowden!
      Im nächsten Jahr werden sie wieder in alle Welt reisen können!
      Ein guter Rat: bleiben sie in Russland, das wohl derzeit sicherste Land der Welt!
      Was es auch bleiben wird!
    • avatar
      otto-remagen
      Danke !
    • avatar
      Super, Herr Snowden!

      Das passt ja gerade zur Berichterstattung der öffentl. Rechtlichen, in der man sich darüber empört, dass die aktuelle Veröffentlichung von 20.000 internen Mails der US-Demokraten durch WikiLeaks auf Aktivitäten russischer Hacker (natürlich im Staatsauftrag) zurück zu führen "sein soll".

      Die halten uns nicht nur für vollkommen dämlich und obendrein vergesslich, sondern blamieren sich auch noch bis auf die Knochen
    • avatar
      minim.all
      zum glück gibt es noch richtige, gute menschen in usa. aber es sind soooooo wenige....
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