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    „Russische Verwicklung“ in US-Wahlen: Alles nur „Schreckgespenster“ - Kreml

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    Der Kreml hat wiederholt den Vorwürfen, Russland würde sich in den Wahlkampfprozess in den USA einmischen, widersprochen, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch gegenüber Journalisten betonte.

    Er kommentierte damit Aussagen von US-Präsident Barack Obama, Russland könne versuchen, sich in den Prozess der Präsidentschaftswahlen in den USA einzumischen. Peskow zufolge meide Russland sorgfältig jedwede Handlungen, die als Einmischung in den Wahlprozess in anderen Ländern gedeutet werden könnten.

    „Insgesamt, was die russischen Schreckgespenster betrifft, so erinnert das an eine Geschichte: Leute erzählen sich selbst eine Horrorgeschichte, um sich dann selbst zu fürchten“, so Peskow. Er verwies außerdem darauf, dass „sogar die Teilnehmer des Wahlkampfrennens in den USA, die Opponenten, diese Information dementieren“ würden.

    „Zugleich sehen wir, dass die russische Karte während der Wahlkampfkampagne auf dem Schreibtisch aller Washingtoner Politiker griffbereit liegt“, hieß es weiter.  „Spricht man von irgendwelchen Verdächtigungen in Bezug auf unser Land, so sollte man hier zumindest genau und konkret sein. Hypothetische Überlegungen zeugen im gegebenen Fall nicht von einer konstruktiven Einstellung.“

    Am vergangenen Sonntag sah sich die Parteichefin der US-Demokraten, Debbie Wasserman Schultz, genötigt, wegen der auf der Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlichten internen E-Mails der Parteiführung ihren Rücktritt zu erklären. Dieser Parteikorrespondenz ist zu entnehmen, dass die Parteiführung Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders bei den Vorwahlen zu Gunsten von Hillary Clinton benachteiligt hatte. Später hatten mehrere Vertreter der Partei, einschließlich Obama, Verbindungen der Hacker zu russischen Behörden vermutet.

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    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl 2016, WikiLeaks, Bernie Sanders, Hillary Clinton, Debbie Wasserman Schultz, Dmitri Peskow, Barack Obama, USA