09:52 15 November 2019
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    „Russen, gebt die Mails zurück“ - Trump will nur gescherzt haben

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    Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat seinen Aufruf an russische Hacker, doch bitte die Zehntausenden US-Mails vom Demokraten-Server zurückzugeben, gegenüber dem TV-Sender „Fox News“ als Witz abgetan.

    „Natürlich war ich sarkastisch", so Trump wörtlich. 

    Dabei äußerte sich Trump zur Affäre um die verschwundenen, angeblich privaten E-Mails seiner Rivalin Hillary Clinton. Tatsächlich hätten die USA keine Ahnung, ob es Russland, China oder jemand anderes gewesen sei. Aber der Skandal sei trotzdem ein „echtes Problem". 

    Am Mittwoch hatte Trump im Rahmen einer Pressekonferenz Russland dazu aufgerufen, die 30.000 verschwundenen E-Mails der US-Demokraten zurückzugeben. Dies löste eine Welle der Kritik gegen Trump aus, es wurden gar Beschuldigungen laut, der Politiker unterstütze ausländische Spionage in den USA. 

    Zuvor hatte die Chefin der Demokratischen Partei, Debbie Wasserman Schultz, ihren Rücktritt erklärt, nachdem eine E-Mail-Korrespondenz des Parteivorstandes online veröffentlicht worden war. Nach dem Cyber-Angriff hatte ein Sprecher des Wahlstabes von Clinton gesagt, die Server seien von russischen Hackern angegriffen worden.

    Kremlsprecher Dmitrij Peskow kommentierte dies am Mittwoch:

    „Der russische Präsident Wladimir Putin hat mehrmals gesagt, dass sich Russland nie in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, besonders in Wahlprozesse, eingemischt hat und einmischen werde".

    Am 22. Juli hatte die Webseite WikiLeaks rund 20.000 E-Mails und Dokumente der US-Demokraten veröffentlicht, die darauf  hinwiesen, dass  sich die demokratische Parteiführung im Zuge der Präsidenten-Vorwahl nicht neutral verhielt und den innerparteilichen Rivalen von Clinton, Bernie Sanders, in Verruf bringen wollte.

    Die Mail-Affäre der Ex-Außenministerin ist eines der Hauptthemen im US-Wahlkampf. Clinton hatte als Chefdiplomatin von 2009 bis 2013 private Server für ihre dienstliche Kommunikation genutzt und damit gegen die Sicherheitsregeln verstoßen. Nachträglich übergab sie zwar einen Großteil der Mails an das Außenministerium, löschte aber mehr als 30.000 E-Mails, die ihren Angaben zufolge persönlichen Inhalts waren.

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    E-Mail-Skandal, US-Präsidentschaftswahl, Cyberattacken, WikiLeaks, Debbie Wasserman Schultz, Donald Trump, Hillary Clinton, USA, Russland