03:20 20 November 2019
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    Peskow zu Trumps Krim-Äußerung: Moskau zieht keine Schlüsse aus Wahlrhetorik

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    Die Äußerungen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump über eine mögliche Anerkennung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim als Teil Russlands können sich auf das Verhalten Moskaus gegenüber ihm nicht auswirken, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag sagte.

    „Nein, das kann das Verhalten gegenüber diesem Kandidaten nicht ändern. Es ist unmöglich, irgendwelche Schlüsse auf Grund der Wahlrhetorik zu ziehen. Wir begreifen gut, dass Kandidaten im Eifer des Wahlkampfes Wasser predigen und dann unter der Last der Verantwortung nach Amtsantritt Wein trinken – ihre Rhetorik wird ausgewogener“.

    Peskow brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Rhetorik doch konstruktiver würde und auf die bilaterale Zusammenarbeit abzielen würde. 

    Zuvor hatte Trump erklärt, er wolle im Falle seines Sieges bei der Präsidentenwahl in den USA die Krim als Teil Russlands anerkennen und die Aufhebung der gegen Russland im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt verhängten Sanktionen erwägen. 

    Die Krim war im März 2014 — nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine — wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit von mehr als 90 Prozent dafür gestimmt hatte.

    Anlass für das Referendum war der Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition den Präsidenten Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung aufgestellt hatte. Die USA und die EU-Staaten erkannten den dubiosen Machtwechsel in Kiew sofort an, jedoch nicht den Volksentscheid auf der Krim. Als Reaktion verhängten sie Sanktionen gegen Russland.

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    Tags:
    Rhetorik, Anerkennung, Viktor Janukowitsch, Dmitri Peskow, Donald Trump, Ukraine, Krim, USA, Russland