02:26 23 September 2017
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    Deutscher Publizist: „Wir haben Russland verloren“

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    Politik
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    Die Ära des westlichen „Universalismus“, der die Anerkennung der Überlegenheit und der universellen Anwendbarkeit der westlichen Werte voraussetzt, geht nach Ansicht des deutschen Publizisten und Herausgebers Thomas Fasbender zu Ende.

    „Dem Westen fällt es schwer, das zu begreifen, weil unsere Eliten an ihre Ideologie festklammern“, äußerte er am Donnerstag bei einer von der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya veranstalteten Videokonferenz Berlin-Moskau. „Auf diese Weise können wir aber die ganze Welt verlieren. Vor zwei Jahren haben wir Russland verloren.

    Der Westen denkt, dass Russland selbst gegangen ist, dies geschah aber in Wirklichkeit deshalb, weil wir auf unseren unrealistischen Werten und unserem Universalismus bestehen. Die anderen Länder drehen sich von uns ab. Wir haben Russland verloren, vor kurzem haben wir die Türkei verloren, jetzt verlieren wir Großbritannien.“

    Laut der jüngsten Umfrage sind 83 Prozent der Bundesbürger über die Situation mit Flüchtlingen besorgt, stellte Fasbender fest. Sorge bereiten ihnen auch Migranten, die schon seit geraumer Zeit nach Deutschland gekommen sind.

    „Die sogenannte Integration ist weder in unserem Land, noch in Frankreich, noch bei unseren Nachbarn in der EU effizient, wenn man von den islamischen Migranten spricht. Von den 1,2 Millionen Flüchtlingen, die 2015 nach Deutschland gekommen sind, ist über einige Hunderttausend nichts bekannt. Bis zu 70 Prozent der Migranten haben keine Papiere, man ist auf die persönlichen Daten angewiesen, die sie selbst mitteilen. Unter ihnen befinden sich auch IS-Terroristen und diese greifen nun langsam an“, äußerte der Experte im Zusammenhang mit den jüngsten Anschlägen in Deutschland.

    Viele Migranten aus der Türkei sowie aus arabischen und nordafrikanischen Ländern seien zu einer Integration in die deutsche Gesellschaft nicht bereit, fügte Fasbender hinzu. Dies gelte erstaunlicherweise auch für die 2. und die 3. Generation. „Sie demonstrieren ihre Missachtung des Lebensstils in Deutschland, was zu einer Konfrontation in der Gesellschaft und in extremen Fällen auch zu Terrorakten führt.“

    „All das löst in der deutschen Bevölkerung wachsende Unzufriedenheit aus“, sagte er. „Wurde die Nationalität des mutmaßlichen Täters in den deutschen Medien früher des öfteren verschwiegen, so wollen die Menschen heute die Wahrheit wissen.“

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    Tags:
    Migranten, Medien, EU, Türkei, Deutschland, Russland