08:07 22 September 2017
SNA Radio
    Hillary Clinton und Donald Trump

    Trump ist doppelt so wichtig für Clinton wie sie für ihn

    © AP Photo/ Carolyn Kaster
    Politik
    Zum Kurzlink
    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)
    111661257

    Die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, hat in ihrer Rede auf dem Parteitag in Philadelphia ihren Gegner und Republikaner-Kandidaten Donald Trump doppelt so oft genannt, wie Trump Clinton in seiner Rede vor einer Woche.

    In ihrer fast einstündigen Rede nannte sie Trumps Namen 21 Mal und wandte sich sogar an ihn persönlich: „Donald, du weißt es nicht“ — und meinte dabei, der Republikaner wisse nicht, wie er die Terrorgruppierung Islamischer Staat (IS, Daesh) besiegen könne.

    Trump hatte seine Opponentin vor genau einer Woche in seiner etwas kürzeren Rede elf Mal erwähnt, wobei er auch an den Ex-Präsidenten Bill Clinton erinnerte. Einmal nannte er Clinton sogar beim Vornamen.

    Hillary Clinton wirft ihrem republikanischen Konkurrenten eine „böse“ Rhetorik und Kränkungen vor. „Wir werden uns der bösen, die Menschen trennenden Rhetorik widersetzen, egal woher sie kommt. Im letzten Jahre haben viele Menschen einen Fehler gemacht – sie haben Donald Trumps Erklärungen akzeptiert, haben ihm als Showman (…) vergeben“, so Clinton in Philadelphia.

    „Sie dachten, er könne doch jene schrecklichen Dinge, die er gesagt hat, nicht so gemeint haben. Zum Beispiel als er sagte, Frauen wären Schweine, oder als er behauptete, ein amerikanischer Richter könne nicht gerecht sein, weil er aus Mexiko stamme“, zählte Clinton auf. Trump habe mit einer Pantomime einen behinderten Journalisten gehänselt und den ehemaligen Vietnam-Kriegsgefangenen und jetzigen Senator John McCain beleidigt.

    „Ich konnte das auch nicht alles glauben. Es war schwer zu glauben, dass ein Mann, der unser Land regieren will, Derartiges sagen kann. Aber die traurige Wahrheit ist, dass es keinen anderen Trump gibt. Er ist so“, schloss Clinton.

    Im Zuge ihres Wahlkampfes gebrauchen Clinton und Trump untereinander eine recht harte Rhetorik in ihren Äußerungen. Der Milliardär löste auch mit seinen skandalösen Worte gegenüber ganzen sozialen Gruppen und anderen Ländern immer wieder Kritik aus.

    Themen:
    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)

    Zum Thema:

    US-Stars wettern gegen Trumps “Hassideologie”
    Berlin hofft auf Clinton – aber stellt sich auf Trump ein
    „Wir gewinnen im November“: Trump endgültig US-Präsidentschaftskandidat
    Trump: Hillary Clintons „dumme Politik“ Schuld an Entstehung von „Islamischem Staat“
    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl 2016, Terrormiliz Daesh, Donald Trump, Hillary Clinton, USA
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren