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    Migrants on a dinghy arrives at the southeastern island of Kos, Greece, after crossing from Turkey, Thursday, Aug. 13, 2015

    „Flüchtlings-Versprechen“: Athen wartet sehnsüchtig auf Brüssel-Hilfe

    © AP Photo / Alexander Zemlianichenko
    Politik
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    Griechenland hat von den zugesagten 1.580 Frontex-Beamten erst 66 Mann von der EU bekommen, wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf neueste Daten der EU-Kommission schreibt. Gleichzeitig warnt der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Ansgar Heveling, dass bald wieder mehr Flüchtlinge in Griechenland ankommen könnten.

    Neben den 66 Frontex-Beamten seien außerdem erst zwei von 60 versprochenen Rückführungsexperten, 92 von 475 zugesagten Asyl-Experten und nur 61 von 400 geplanten Dolmetschern nach Griechenland geschickt worden. Von 30 zusätzlichen Juristen sei noch kein einziger eingetroffen.

    Seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Abkommens im März sind demnach auch nur 849 Flüchtlinge von Griechenland in andere EU-Staaten, 468 zurück in die Türkei geschickt worden. CDU-Innenexperte Heveling kritisierte gegenüber der Funke-Mediengruppe die langsamen Abläufe bei den Asylverfahren in Griechenland: Die Handhabung leide unter „erheblichen Defiziten“. Zugleich warnte Heveling vor dem Scheitern des Flüchtlingspakts mit der Türkei, was steigende Flüchtlingszahlen an Griechenlands Küsten zur Folge haben könnte.

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    Tags:
    Flüchtlingskrise, Migranten, EU, Frontex, EU-Grenzschutzagentur Frontex, Ansgar Heveling, Türkei, Griechenland