Widgets Magazine
18:11 15 Oktober 2019
SNA Radio
    Nils Ušakovs

    Rigas Bürgermeister ruft zu Vorbereitung auf Aufhebung der Russland-Sanktionen auf

    © Sputnik / Sergey Paytakov
    Politik
    Zum Kurzlink
    Russland-Sanktionen (476)
    1615710
    Abonnieren

    Lettland muss nach der Aufhebung der gegen Russland verhängten Sanktionen laut dem Bürgermeister der Hauptstadt Riga das erste Land sein, das auf den russischen Markt zurückkehrt.

    Das Land müsse sich schon jetzt darauf vorbereiten,  schrieb Bürgermeister Nils Ušakovs nach einem Treffen mit dem russischen Vizepremier Arkadi Dworkowitsch in seinem Twitter-Account.  Dworkowitsch besuchte das Milchkombinat von Riga. 

    „Jetzt gibt es eine sehr kleine Hoffnung, dass die EU noch in diesem Jahr über das Sanktionsende gegen Russland entscheiden wird. Dann wird auch eine kleine Hoffnung darauf erscheinen, dass auch Moskau seine Einschränkungen abschaffen wird, zum Beispiel für Milchprodukte. Wir müssen uns schon jetzt darauf vorbereiten. Wenn die Sanktionen aufgehoben werden, werden alle – sowohl die Litauer als auch die Esten und die Polen um eine Rückkehr auf den russischen Markt kämpfen. Wir müssen die ersten sein“.

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow
    © Sputnik / Host Photo Agency/ Grigori Sysojev
    Die Aufgabe von Ušakovs als Politiker ist seinen Worten zufolge, den einheimischen Unternehmern dabei maximal zu helfen. Allein im vergangenen Jahr habe das Milchkombinat von Riga, so Ušakovs, wegen der Sanktionen die Einbuße von sechs Millionen Euro erlitten.   

     In der vorigen Woche hatte Reuters unter Verweis auf europäische Diplomaten geschrieben, dass die EU bereits ab 2017 die Russland-Sanktionen allmählich aufheben könne. 

    Zuvor hatte das russische Wirtschaftsministerium mitgeteilt, dass die USA, die EU, Kanada, Norwegen und Australien 8,6 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 7,6 Euro) im Jahr 2015 wegen des von Russland verhängten Lebensmittelimports aus diesen Ländern verloren hätten. 

    Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und der EU hatten sich nach dem nationalistisch geprägten Umsturz in der Ukraine von 2014 verschlechtert. Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und – auf ihr Drängen hin – die EU in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln aus den Ländern, die zuvor Sanktionen gegen Russland verhängt hatten.

    Im Juni hatte Brüssel seine Sanktionen gegen Russland um sechs Monate, bis Ende Januar 2017, verlängert. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte eine Anordnung über die Verlängerung des Lebensmittel-Embargos, das als Gegenreaktion auf die Sanktionen des Westens gegenüber Russland eingeführt wurde, bis zum 31. Dezember 2017 unterzeichnet. 

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russland-Sanktionen (476)

    Zum Thema:

    Nur nichts überstützen: Deutschland für schrittweises Sanktionsende
    Regionalrat von Venetien verabschiedet Resolution über Sanktionsende gegen Russland
    Nach Sanktionsende: Moskau zu Kooperationsaufbau mit EU bereit – Medwedew
    Nach Sanktionsende: Teheran kann wieder über 100 Milliarden Dollar Aktiva verfügen
    Tags:
    Aufhebung, Sanktionen, Nils Ušakovs, Arkadi Dworkowitsch, Wladimir Putin, Australien, Kanada, Norwegen, Litauen, Polen, Lettland, USA, Russland, Ukraine